Eine Million Euro fürs Feuerwehrhaus

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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Wißgoldingens Feuerwehrgerätehaus ist modernisiert worden. Viele Gäste beim Festakt und viel Lob für die Eigenleistungen der Feuerwehrleute.

Waldstetten-Wißgoldingen

Eine Million Euro investierte die Gemeinde Waldstetten in die Erweiterung und Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses. Also in den Bevölkerungsschutz. Denn die Aufgaben der Einsatzkräfte sind vielfältig und wachsen stetig.

Einsatzkraft für Bevölkerung

„Die Bürgerschaft hat das Haus bekommen“, unterstrich daher der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Ostalbkreis, Willibald Freihart. Er war nur einer der vielen Grußwortredner, die am Freitag bei der offiziellen Einweihung des Florians in Wißgoldingen den Feuerwehrangehörigen Respekt und Anerkennung aussprach. Denn diese hatten in über 7000 Stunden Eigenleistung vielerlei Aufgaben am Bau gestemmt, was der Gemeinde insgesamt 115 000 Euro bei den Kosten einsparte. „Euer Miteinander ist vorbildhaft“, sparte Freihart nicht mit Anerkennung für die Tatkraft der Wißgoldinger Feuerwehr. Gesamtkommandant Ingo Brosch beschrieb, dass durch die Modernisierung und Erweiterung das Gebäude nun der Abteilung Wißgoldingen „auf den Leib geschneidert“ ist. Angesichts der gesetzlich vorgegebenen Hilfsfristen sei eine Feuerwehr in Wißgoldingen unumgänglich, betonte er. „Und ihr seid eine schlagkräftige Truppe.“ Jetzt sei das Feuerwehrgerätehaus „abgestimmt und auf dem neuesten Stand“.

Auch beschrieb  Brosch das enge Zusammenspiel zwischen dem Bauamt der Gemeinde mit den Handwerkern und dem ehrenamtlichen Arbeitsteam der Feuerwehr. Zudem habe Bürgermeister Michael Rembold mit den Gemeinderäten durch den Baubeschluss gezeigt, „wie ungemein stark sie hinter ihrer Feuerwehr stehen“. „Ihr alle habt an einem Strang gezogen, ihr seid ein bärenstarkes Team.“

Kommandant Markus Heilig ließ die Bauzeit Revue passieren, erinnerte an das erste Planungsgespräch im Februar 2019 mit Architekt Jürgen Rapp und auch an die Grundsteinlegung im September 2020. Und er versprach: „Wir stehen der Bevölkerung im Schadensfall zur Verfügung.“

Auch nach zwei Jahren Corona und 50 Jahren Gesamtgemeinde „ist die Stuifengemeinschaft nicht verrostet, sondern feiert goldene Hochzeit“, freute sich Bürgermeister Rembold über den engen Zusammenhalt. Die Feuerwehren beschrieb er als „das liebe Gesicht der Gemeinde“, dass „an 24 Stunden und sieben Tage in der Woche einsatzbereit ist für uns“. Mit ihrem Engagement vor Ort „zeigen sie Heimatliebe“, dankte er herzlich. Nicht nur mit dem Maibaumstellen und den über 7000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden am Bau machten sie ihre Gemeinde zur „Wohlfühlheimat“. Für den Feuerwehrkameraden und ehrenamtlichen „Kapo“ auf der Baustelle hielt Rembold eine besondere Urkunde bereit. Unter tosendem Applaus ernannte er augenzwinkernd und dankend Achim Krumpschmied zum „Ehren-Kapo“.

Wiederum Ortsvorsteherin Monika Schneider freute sich, dass dies nun das erste Gebäude sei, das sie übergeben könne. Sie dankte ihrer Vorgängerin Ingrid Banzhaf, unter deren Regie die ersten Baubesprechungen stattgefunden hatten. Als Dezernent für Brand- und Katastrophenschutz bei der Kreisverwaltung zollte Thomas Wagenblast den Einsatzkräften großen Respekt. Zum einen für ihr Engagement bei Einsätzen, zum anderen für die große Schlagkraft auf der Baustelle.

Ökumenische Segnung

Die beiden Pfarrer Andreas Braun und Jörg Krieg nahmen nach dem Festakt die ökumenische Segnung des Gebäudes vor. Mit Märschen boten die Mitglieder des Spielmanns- und Fanfarenzugs unter der Leitung von Michael Henkel den musikalischen Rahmen der Einweihung.

Foto: Jan-Philipp Strobel

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