In der Krise aufgeschmissen ohne das DRK

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Bei der Mitgliederversammlung des DRK Kreisverbands stellen Präsident Christian Baron (links) und Interimschef Bruno Bieser die neue Kreisgeschäftsführerin Vesna Groznica vor.
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Mitglieder des Deutschen Roten Kreuz treffen sich in Waldstetten.

Waldstetten.  „Helfen, ohne zu fragen wem …“. Getreu dem Leitspruch von Henry Dunant, der einst das Rote Kreuz gründete, agierten die Haupt- und Ehrenamtlichen Mitglieder des DRK Kreisverbands Schwäbisch Gmünd im Corona-Krisenjahr 2021. Bei der Kreisversammlung in der Waldstetter Stuifenhalle wurden Impfstraßen und kontinuierliche Testzentren angesprochen. Umfangreich waren die Aufgaben, alle wurden mit "Riesenengagement" gemeistert, beschrieb der Präsident des Kreisverbands, Christian Baron. „17 Ortsvereine und Bereitschaften beeindruckten mit Vielfalt und Tiefe.“ Mit Kameradschaft und Zusammenhalt habe man die gemeinsame Mission erfüllt. „Corona ist eine Krisenzeit – und die Zeit des DRK“, aber auch der anderen Blaulichtorganisationen, betonte er.

Das Jahr 2021 brachte aber auch Aktionen, die die Bevölkerung informierten. Etwa den Tag der offenen Tür rund um das DRK-Seniorenzentrum im Oktober in Straßdorf. „Das zeugt von der Bandbreite des Kreisverbands", stellte hierzu die Vizepräsidentin des DRK Landesverbands, Renate Kottke anerkennend fest. Auch begebe sich der Kreisverband mit dem Bau von betreuten Senioren-Wohngemeinschaften etwa in Lindach auf neue Wege. Angesichts des Ukrainekriegs und daraus resultierendem Leid und Flüchtlingen machte sie deutlich: „Wir werden uns nicht entmutigen lassen. Das DRK wird mehr denn je gebraucht.“ Sozialreferentin Julia Urtel beschrieb den DRK-Kreisverband als „herausragenden Akteur der sozialen Infrastruktur“ und vielfältigen Dienstleister. Sein humanitärer Einsatz sei beispielhaft. Sie hob die „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ und den guten, kurzen Draht zwischen Kreis und DRK hervor. Sie erinnerte an die Schaffung des Notfallkrankenhauses, Impfstraßen und vieles mehr, wo sich die Mitglieder maßgeblich eingebracht haben. Allein 20000 Tests wurden zwischen Februar und Juni 2021 durchgeführt. Sie dankte Bruno Bieser, der als Interimsgeschäftsführer „große Verdienste ums soziale Netz im Ostalbkreis“ erworben habe. Dr. Erhard Bode dankte für die Kreisärzteschaft dem DRK für die gute Zusammenarbeit: „Wir fühlen uns sehr gut aufgehoben.“ Bode beschrieb auch das professionelle Agieren der Mitglieder. Als Hausherr blickte Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold in den Saal und meinte: „Das sind die Stützen im Ostalbkreis. Macher. Mutmacher. Mitmacher.“ In der Coronakrise sei man „echt aufgeschmissen gewesen ohne sie“.

Bruno Bieser erläuterte die Finanzen und begrüßte Vesna Groznica. Lange Zeit war sie beim Landeskriminalamt tätig, ab August wird sie Kreisgeschäftsführerin.

2022 gibt’s 2,4 Millionen Euro an Investitionen. Etwa für die Senioren-WG in Lindach oder das SEG-Gebäude in der Weißensteiner Straße.  Rund 650 000 Euro werden zudem in den Rettungsdienst investiert. 2021 fuhr dieser gut 9000 Mal zum Einsatz. Wiederum als „Sorgenkind“ bezeichnete Bieser das Seniorenzentrum in Straßdorf. Grund ist Fachkräftemangel.

Wahlen: Beisitzer Ignac Moser und Anja Frey. Leiter Bergwacht Ulf Blessing, Kreisbereitschaftsleiter Roland Kässer, stv. Kreisbereitschaftsleiter Pascal Kässer. JRK-Leiterinnen: Lydia Mailänder, Selina Müller und Sonmeya Lippmann. Anja Jantschik

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