Kläranlage, Kindergarten und Klimaneutralität

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Die Gemeinderatsfraktionen sind sich einig, dass in Bildung - etwa in den Kindergarten in der Rosensteinstraße - gut investiert ist.
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Waldstetter Gemeinderatsfraktionen nehmen Stellung zum Haushaltsplan der Verwaltung.

Waldstetten. Wie die Fraktionen des Waldstetter Gemeinderates und die Wißgoldinger Ortsvorsteherin Monika Schneider zum Haushaltsplan der Verwaltung stehen, erklärten sie am Donnerstag in einer gemeinsamen Sitzung. Dabei wurde das Zitat „Waldstetten lebt Familie“ aus Bürgermeister Michael Rembolds Haushaltsrede von allen Fraktionen befürwortet.

Kein Spielraum zum Sparen

Als Sprecher der CDU befürwortete Michael Weber die weitere Sanierung der Gemeinschaftsschule für 2.45 Millionen Euro. Brandschutz, Energieeinsparung und Digitalisierung ließen „keinen Spielraum“ zu. Ebenfalls kein Sparpotenzial sieht die Fraktion beim Neubau des Kindergartens Rosensteinstraße. Den Baustart fürs neue Rathaus möchte die Fraktion von der wirtschaftlichen Lage der Gemeinde abhängig machen.

Den 10 Millionen Euro kostenden Anschluss der Waldstetter an die Gmünder Kläranlage nennt die CDU eine „absolut sinnvolle Lösung“. Als „größtes und spannendstes Projekt“ auf dem Weg zur Klimaneutralität sieht sie das Wärmekonzept für die Ortsmitte. Eine solche Vision sei von der Fraktion in den vergangenen Jahren immer wieder beantragt worden.

Rathausneubau überdenken

Oliver Beyn sprach für die Unabhängigen Bürger (UB) lobend über den Kindergartenneubau in der Rosensteinstraße mit seinem „überzeugenden“ kostengünstigen und flexiblen Konzept. Die Sanierung des alten Grundschulgebäudes sei ein weiterer Schritt in eine Schullandschaft, um die andere Gemeinden Waldstetten beneiden. „Es gibt nichts Nachhaltigeres als Bildung“, betonte Beyn.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität sehen die UB das geplante Nahwärmenetz in der Ortsmitte als guten Anfang. Mit dem Interimsrathaus habe die Gemeinde bewiesen, wie ein universell nutzbares, öffentliches Gebäude mit niedrigen Baukosten geschaffen werden könne. Die UB regen an, den geplanten Rathausneubau „vollständig neu“ zu überdenken. Die Planungen des „Prestigebaus“ ließen ökologische Bauweise und nachhaltiges Energiekonzept vermissen.

Radwege weiter ausbauen

Das geplante Nahwärmekonzept findet bei den Freien Wählern (FW) als der „wichtige Schritt“ zur Minderung der CO2-Emissionen Zustimmung, hob Martin Mager hervor. Die FW sind sich mit den UB einig, dass der Radwegeausbau vorangetrieben werden soll. Die Investitionen „in die Bildung“ an Grundschule und Kindergarten sehen die FW als „Pflichtaufgabe“ der Gemeinde. Die Fraktion rechnet bei vorschulischer und schulischer Bildung mit weiteren Kosten.

Ob der Rathausneubau bereits 2023 angegangen werden kann, müsse die wirtschaftliche Entwicklung dieses Jahr zeigen. Aus Sicht der FW ist der Anschluss der Waldstetter an die Gmünder Abwasserbeseitigung der richtige Weg, die immense Investition sei auf lange Sicht sinnvoll.

Zukunftsweisend für Wißgoldingen

Wißgoldinges Ortsvorsteherin Monika Schneider sieht die Bebauung des „Löwen-Areals“ im Wißgoldinger Ortskern als zukunftsweisendes Vorhaben für bezahlbaren Wohnraum. Weiterer Investitionsschwerpunkt ist die Erweiterung des Feuerwehrhauses, zu dem die Feuerwehr Eigenleistungen in Höhe von 90 000 Euro beitrage. Bereits dieses Jahr erhält die Wißgoldinger Wehr einen neuen Mannschaftstransportwagen, da die Waldstetter Wehr die Anschaffung ihres Feuerwehrfahrzeuges ins nächste Jahr verschoben hat.

In Wißgoldingen hoffe man, dass die geplante Querungshilfe an der Ortseinfahrt von Rechberg her 2023 realisiert werde. Die Investitionen in Glasfaserleitungen seien wichtige Investitionen zur Stärkung der Infrastruktur. ⋌Andrea Rohrbach

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