Neue Heimat für zwei Vereine

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Waldstetter Wäschgölten und Pfadfinder feiern den symbolischen Spatenstich für ihre neue Unterkunft und freuen sich über zahlreiche Spenden für den Neubau.
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Mit dem offiziellen Spatenstich kommen Waldstetter Wäschgölten und Pfadfinder ihrer neuen Unterkunft ein Stück näher.

Waldstetten

Dass eine neue Heimat benötigt wird, wurde den Waldstetter Wäschgölten und den Pfadfindern vom Stamm Einhorn spätestens klar, als sich die Waldstetter Verwaltung mit dem Neubau eines Rathauses und dem Abriss des alten Gebäudes befasste. Beide Vereine haben ihre Heimat im alten Rathaus, den anstehenden Verlust der Räume sahen Wäschgölten und Pfadfinder als Chance, etwas eigenes auf die Beine zu stellen und so dem Vereinsleben einen richtigen Mittelpunkt zu geben.

Am Freitag konnte nach mehr als zweijähriger Überlegungs- und Planungsphase der symbolische Spatenstich zum Bau eines Doppelhauses für beide Vereine zusammen mit einer großen Anzahl Vereinsmitglieder, Gönner und Zuschauer begangen werden. Wobei das Wort „symbolisch“ durchaus wörtlich zu nehmen ist, denn die Tiefbauarbeiten sind bereit in vollem Gange.

Auf dem 1200 Quadratmeter großen Gelände soll ein Gebäude in Gemeinschaftsarbeit entstehen, die nördliche Hälfte des Baus wird den Pfadfindern zur Verfügung stehen. Auf 70 Quadratmetern auf zwei Etagen soll die Kinder- und Jugendarbeit laufen, sollen Aktionen und Gruppenstunden stattfinden. Den Pfadfindern schwebt zudem eine schöne Grünfläche vor dem Gebäude vor.

Die Wäschgölten benötigen eine Halle für den Wagenbau und Lagerraum für die vielen Utensilien, „die derzeit noch bei den Mitgliedern verstreut gelagert werden“, meinen Präsident Martin Ehmann und Vizepräsident und närrischer Büttel Ingo Nuding, die in den Pfadfindern „gute Partner“ gefunden haben. Hier soll nicht nur eine Garage entstehen, der Neubau diene als neue„Wäschgöltenheimat“, in der den verschiedenen Gruppierungen auch eine Ausweichmöglichkeit zum Trainieren geboten werden kann.

Bürgermeister Michael Rembold freute sich über das große Interesse am Spatenstich, es sei nahezu „ein vorgezogener Fasnachtsauftakt“. Mit dem gemeinsamen Neubau haben beide Vereine „Mut und Zivilcourage“ bewiesen, lobte der Bürgermeister und erinnerte an sein bei einer Bürgerversammlung gegebenes Versprechen, für beide Vereine eine Unterkunft zu finden. Die ist nun auf einem Gelände in der Carl-Zeiss-Straße, das die Verwaltung für 100 000 Euro von der Gmünder Münstergemeinde gekauft hat und den Vereinen unentgeltlich zur Verfügung stellt. „Die wunderschöne Gemeinschaft“ und die „vorbildliche Jugendarbeit“ unterstützt die Verwaltung zusätzlich mit je zehn Prozent der Baukosten.

Auf große Unterstützung stieß das „Bauherrenprojekt“ auch in der Bevölkerung. Die Pfadfinder erhielten 96 000 Euro an Spendengeldern aus 360 Einzelspenden, auch die örtlichen Banken stellten Schecks aus. Gratis hat Architekt Markus Haas die Planung übernommen, Thorsten Lange zeigte sich für die Vermessung zuständig und örtliche Bauunternehmer „kommen den Vereinen entgegen“. Stammesführer Frieder Eißmann und Stefan Abele, Vorsitzender des Fördervereins, sind dankbar. „Ohne die vielen Spender würden wir nicht hier stehen.“ Die Spendengelder sind für beide Vereine von elementarer Bedeutung. Auf rund 30 Prozent schätzen Ehmann und Eißmann die Kostenexplosion im Baugewerbe und bei den Rohstoffpreisen. Immerhin seien die meisten Gewerke vergeben, größere Preissteigerungen seien deshalb nicht zu erwarten.

Bis Jahresende soll der Rohbau wetterfest stehen, dann beginnen beide Vereine mit dem Innenausbau, den sie komplett in Eigenleistung stemmen. Auch hier zählen „Brüderlichkeit“ und Teamwork „Hand in Hand“, wie Ehmann und Eißmann versichern.

Die Vereine haben Mut und Zivilcourage bewiesen.“

Michael Rembold,, Bürgermeister
  • Über Spenden freuen sich die Pfadfinder auf dem Konto mit der IBAN: DE08 6145 0050 1000 4311 66 , die Wäschgölten auf dem Konto mit der IBAN: DE70 6149 0150 1174 3630 10.

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