Schäden durch Starkregen und Unwetter

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Die Kapellengasse in Waldstetten ist an der Kreuzung zum Almenweg aus Sicherheitsgründen gesperrt, ein Unwetter hat dort Schaden an der Straßendecke hervorgerufen.
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Gleich zwei Schadensfälle gehen der Waldstetter Verwaltung unvorhergesehen ins Geld: die Unwetterfolgen in der Kapellengasse und Nässe in der Decke der Gemeinschaftsschule.

Waldstetten

Zumindest ein klein wenig Glück im Unglück hat die Waldstetter Verwaltung im Fall des Schadens in der Gemeinschaftsschule: Bei den Sanierungsarbeiten im  ersten Erweiterungsabschnitt der Schule ist er aufgefallen, sagt Bürgermeister Michael Rembold: Im Bereich von Musiksaal, Haupteingang und Rektorat hat Wasser Schaden angerichtet, das bei Starkregen ins Dach eingedrungen sein muss. Zutage kam das Problem, als nun Kabel neu verlegt werden sollten. Dabei sei an den Decken der Klassenzimmer die bedingt durch das eingedrungene Wasser durchhängende Wärmedämmung aufgefallen, erklärt Rembold. Glücklicherweise habe das Gebälk des zuletzt vor 13 Jahren sanierten Daches keinen Schaden genommen.  

Rund 230 000 Euro werde die Instandsetzung kosten. Weder trete eine Versicherung für den Schaden ein, noch könne nach 13 Jahren eine Gewährleistungsfrist geltend gemacht werden. Der Gemeinderat habe sein Einverständnis zur Ausschreibung des entsprechenden Auftrags erteilt, ebenso dürfe die Verwaltung zügig alles weitere dafür vorantreiben, damit das Dach noch vor dem Winter wieder geschlossen werden kann, Außerdem: Die Baustelle, die ansonsten gut in der Zeit liege, “duldet keinen monatelangen Aufschub”, sagt Rembold.

Der zweite Schaden ist bei dem Unwetter Ende Juni an der Kreuzung Kapellengasse/Almenweg in Waldstetten entstanden.  Dort haben sich Straße und Kanalschacht aufgewölbt, erklärt Rembold. Einen Schaden im Kanal, aufgrund dessen sich das Waser gestaut hat, vermutete die Verwaltung daraufhin und verschaffte sich mittels einer Befahrung einen Überblick über das Innenleben von Kanal und Dole. Beides habe sich jedoch als intakt erwiesen, sagt Rembold. Am Ende habe sich herausgestellt, dass sich wegen des starken Hagels ein Schacht nicht geöffnet habe. So habe sich das Wasser estaut und unter der Straßendecke ausgebreitet. Auch in diesem Fall gelte: “Solche Schäden sind nicht versichert”, allerdings wisse die Verwaltung derzeit noch nicht, was die Sanierung kosten wird. Auch diese Arbeiten habe der Gemeinderat bewilligt. Zugleich halte die Verwaltung Rücksprache mit dem Landratsamt darüber, wie sich so etwas künftig vermeiden lasse. In frage kämen ein Regenüberlaufbecken oder ein größerer Kanal.

 

Haushaltsjahr bisher "zufriedenstellend"

Trotz unvorhergesehener Ausgaben und ungewisser Zeiten: “Der Haushalt läuft besser als geplant”, zieht Bürgermeister Michael Rembold eine Zwischenbilanz. So könne die Gemeinde  mit 390 000 Euro mehr Gewerbesteuer rechnen, als geplant. Außerdem gebe es für Waldstetten höhere Finanzzuweisungen und die Gemeinde habe mehr Zuschüsse in Aussicht, als geplant. Zugleich habe die Gemeinde geringere Ausgaben als vorgesehen. Beispielsweise brauchen die Kindergärten 150 000 Euro weniger, weil Stellen nicht besetzt werden konnten  Dem gegenüber stehen Mehrausgaben wie die unvorhergesehene Sanierung des Dachs der Gemeinschaftschule, des Unwetterschadens im Kapellenweg oder 30000 Euro für Corona-Teststreifen, vor allem für Kindergärten, und gestiegene Materialkosten für den Kindergartenneubau in der Rosensteinstraße. Zu Buche schlagen auch Mehrkosten für Energie, aufs Jahr hochgerechnet rund 30 000 Euro, sagt der Bürgermeister.

Trotzdem werde die Verwaltung die eigentlich vorgesehene Kreditaufnahme von geplanten 2,4 Millionen Euro wohl auf 1,8 Millionen Euro senken können. Auch wenn s noch einige schwer einzuschätzenden Variablen gebe – die Kosten für Gas oder mögliche Steuernachforderungen etwa – findet Rembold dennoch: “Wenn’s so läuft, dürfen wir mit dem Haushaltsjahr zufrieden sein.” an

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