Wißgoldingen soll bald ein Dorfcafé haben

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Alle an der Quartierarbeit Beteiligten BM Michael Rembold, OV Monika Schneider, Bernd Seeliger, QM Magdalene Rupp, Dr. Achim Hollenbach und Katja Kopplemann von der Stiftung Haus Lindenhof
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Waldstetten und Stiftung Haus Lindenhof ziehen nach drei Jahren Quartiersarbeit eine Zwischenbilanz.

Waldstetten. Das Projekt „Quartiersentwicklung in der Gemeinde Waldstetten“ wurde auf Initiative des Waldstetter Bürgermeisters Michael Rembold auf den Weg gebracht, die Umsetzung erfolgte durch die Stiftung Haus Lindenhof. Mit der Quartiersarbeit habe die Gemeinde „einen spannenden Prozess mit neuen Aufgaben in den Blick genommen“, erinnert sich der Bürgermeister.

Zum 1. Oktober 2018 konnte mit Magdalene Rupp die Stelle der Quartiersmanagerin besetzt werden. Das Büro der Quartiersmanagerin befindet sich im Rathaus, im Wißgoldinger Bezirksamt finden regelmäßig Beratungen statt. Die Kernbotschaft der Quartiersarbeit lautet als „Kümmerer mit Bürgernähe für die Menschen da sein“, bekräftigt Rembold. Um der wegbrechenden Nahversorgung in kleineren Ortschaften entgegenzuwirken, konnte die Infrastruktur dort gestärkt werden.

Dem „großen Wunsch“ älterer Mitbürger im gewohnten Umfeld „gut alt zu werden“, kann mit niederschwelligen Angeboten, fachlich kompetenten Beratungen und entsprechenden Informationsveranstaltungen ein großes Stück entgegengekommen werden. Die Stiftung Haus Lindenhof wie auch die ambulanten Pflegedienste spielen hierbei eine bedeutende Rolle.

Mehr als 100 Einkaufshelfer

Unter „sorgender Gemeinschaft“ versteht Rembold das Einbringen aller Mitbürger, die ganze Gemeinde sollhinter dem Projekt stehen dabei gelte es „über den Gartenzaun“zu schauen um auch den Sorgen und Nöten entgegen zu treten „die oft im Verborgenen“ sind. Vieles wurde bereits erreicht, unter anderem konnte während der Pandemie auf mehr als 100 Einkaufshelfer zurück gegriffen werden, die Gemeinde organisierte Impfangebote für Senioren, die ökumenische Vesperkirche wurde gegründet und die Waldstetter Weihnachtswünsche ins Leben gerufen.

„Waldstetten lebt die sorgende Gemeinschaft“ zeigt sich der Bürgermeister zufrieden, mit der Quartiersmanagerin Magdalene Rupp habe die Gemeinde einen„Glücksfall“ gewonnen der „Mauern durchbrechen und Türen öffnen“ kann. Der Bereichsleiter der Stiftung Haus Lindenhof, Dr. Achim Hollenbach spricht davon, dass eine erfolgreiche Sozialraumarbeit nur mit der Unterstützung der Gemeinde möglich sei, während der Coronazeit habe bei einigen Menschen die Vereinsamung gedroht, hier sei wertvolle Arbeit geleistet worden, die von der Stiftung gerne fachlich und finanziell unterstützt werde.

Neben dem Erhalt der Infrastruktur in Wißgoldingen sei es ebensowichtig, die Senioren so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld zu belassen, davon ist die Ortsvorsteherin von Wißgoldingen Monika Schneider überzeugt. Für eine erfolgreiche Quartiersarbeit in Wißgoldingen sei der neugegründete Dorfverein Wißgoldingen ein „wichtiger Baustein“, eine Bürgerumfrage in Wißgoldingen habe die wichtigsten Themen offenbart, um eine sorgende Gemeinschafterfolgreich zu führen bedarf es aber der Einheit - „alle müssen an einem Strang ziehen“. Für den neugegründeten Dorfverein berichtet Bernd Seeliger von den Wünschen der Wißgoldinger nach einem Treffpunkt, ein Dorfcafé soll zeitnah umgesetzt werden.

Das Ziel des Dorfvereins ist es, „die Menschen aus ihrer Deckung holen“, dazu sei eine Bürgerbeteiligung wichtig. Mit Magdalene Rupp habe der Verein professionelle Hilfe an die Hand bekommen, um die von der Bürgerschaft gewünschten Pläne,zur individuellen Dorfgestaltung umzusetzen. Mittlerweile konnten 66 Maßnahmen mit einer riesigen Bandbreite für ein gutes Leben in Waldstetten aufgegriffen werden, so die Quartiersmanagerin. Dank der guten Vernetzung zwischen Vereinen, Institutionen und der Gemeindeverwaltung sei bereits viel geschafft worden. Für die Zukunft gelte es „Nachbarschaft neu denken“ und die gesellschaftliche Entwicklung und Gestaltung mit der Bürgerschaft gemeinsam zu bearbeiten. Andrea Rohrbach

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