Wo Weihnachten erlebbar wird

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Die Heilige Familie im Kochtopf.
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In Waldstetten und Wißgoldingen locken Krippenwege mit 57 unterschiedlichen Darstellungen der Heiligen Familie. Alle entstanden in ehrenamtlichem Engagement.

Waldstetten/Wißgoldingen

Mit viel Kreativität waren insgesamt 57 Krippenbauer - allein oder in gruppen - in Waldstetten und Wißgoldingen am Werk. Stoff, Holz, Keramik, Filz und viele Werkstoffe mehr kamen zum Einsatz. So vielfältig präsentieren sich nun die unterschiedlichsten Darstellungen der Heiligen Familie. Zum einen auf dem Stuifen-Wanderweg bei Wißgoldingen, zum anderen im Bronnforst in Waldstetten. So wird der Spaziergang zur Advents- und Weihnachtszeit zu einem ganz besonderen Glanzlicht. Pfiffige Ideen wurden beim Krippenbau umgesetzt. So findet man etwa in Waldstetten die Heilige Familie in einem Kochtopf und in Wißgoldingen gar in einem Baumstamm. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Und immer ersichtlich ist die große Liebe zum Detail.

Die neue Krippengemeinschaft

Mit kleinen Andachten wurden die beiden Krippenwege am Wochenende durch die örtlichen Geistlichen ökumenisch eingeweiht - von Diakon Lubos Ihring und Pfarrer Jörg Krieg in Wißgoldingen am Samstag, wiederum von Pfarrer Krieg und seinem katholischen Kollegen Dr. Horst Walter am Sonntag in Waldstetten. Beide Male sorgten die Musiker von Swabian Brass für die musikalische Untermalung - das i-Tüpfelchen für die weihnachtliche Stimmung. Mit „Macht hoch die Tür“ oder „Ich steh‘ an deiner Krippen hier“ luden sie die Eröffnungsbesucher zum Mitsingen ein.

Bürgermeister Michael Rembold hob das Engagement von Beate Kornau und Anja Barth hervor, die die Idee für die Krippenwege von einem Besuch in Gschwend mitgebracht hatten. Und machte klar: „Das ist Quartiersarbeit, denn eine große Gemeinschaft hat zusammengewirkt.“. Klar, dass auch Quartiersmanagerin Magdalene Rupp mit Feuereifer dabei war. Und die vielen, die dem Aufruf zum Krippenbau gefolgt waren. Darunter Kindergärten, Schulen und Ministranten sowie Familien, die sich ans Basteln machten.

Krippen, so schilderte der Bürgermeister, symbolisieren Liebe und Geborgenheit. Also Dinge, nach denen sich alle Menschen sehnen. Wenn die Krippen dann auch noch am Wegesrand und im Forst zu finden sind, „dann ist der Glaube im Einklang mit der Natur“, freute er sich. Die „große Gemeindefamilie“ habe mit der Aktion ihren Zusammenhalt wieder einmal gezeigt und fundamentiert. Man brauche in dieser schnelllebigen Zeit Halt und Orientierung. Und, freute sich Rembold, durch das gemeinsame Krippenbauen sei eine neue, ehrenamtliche Gemeinschaft entstanden. „Jetzt haben wir eine neue Krippengemeinschaft.“

Die Einweihung in Wißgoldingen wurde durch die Dritt- und Viertklässler mitgestaltet. Zudem hielten die Mitglieder des Dorfvereins wärmende Getränke bereit. Dazu konnten Besucher selbstgebackene Gutsle der Eltern erwerben. Am Waldstetter Bronnforst sangen die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule.

Wer bei der Einweihung war, konnte unter anderem erfahren bringen, dass die ersten Krippen wohl aus Italien stammen. Den Beginn machte der Überlieferung nach der Heilige Franziskus im 13. Jahrhundert in Umbrien. Als Jahrhunderte später Österreichs Kaiserin Maria Theresia Krippen in Kirchen verbot, machten sich die Gläubigen einfach Krippen für die gute Stube.


Die Krippenwege in Waldstetten und Wißgoldingen bleiben bis zum 2. Februar aufgebaut.

Ökumenische Eröffnung der Krippenwege in Waldstetten mit Bürgermeister Rembold, Pfarrer Jörg Krieg und Dr. Horst Walter.
Die Heilige Familie präsentiert sich.
Maria und Josef auf dem Weg nach Nazareth.
Krippenweg in Waldstetten.

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