Exklusivität geht auch im Kleinen

Der Messerschmitt-Kabinenroller des Konstrukteurs Fritz Fend wurde ab 1953 gebaut und fand mit einem Preis von 2100 Mark viele Käufer. Die Tagesproduktion im Messerschmitt-Werk in Regensburg lag bei 80 Fahrzeugen. Das dreirädrige Auto mit 200 Kubikzentimetern Hubraum schaffte 90 Stundenkilometer.

Die Sportversion hörte zunächst auf den Namen „Tiger“. 500 Kubikzentimeter Hubraum, 19,9 PS und 130 km/h schnell. Mit einem Preis von 3650 Mark war er nur 75 Mark billiger als ein VW-Käfer. Deshalb entstanden zwischen 1957 und 1961 insgesamt nur rund 300 Stück.

Offiziell hieß der Wagen „FMR Tg 500“. „Tiger“ durfte nicht verwendet werden, weil verschiedene Tiernamen schon von anderen Unternehmen geschützt waren. Dafür schafften es die Kleinstwagen auf Rennstrecken, waren berühmt für ihre hohen Kurvengeschwindigkeiten.

Klein ist an den Autos nicht alles: Original-Exemplare kosten seit langem schon einen sechsstelligen Betrag. kust

© Schwäbische Post 19.11.2020 16:15
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