Die Anklopfzeremonie

Nach der Totenmesse für Otto von Habsburg im Stephansdom zu Wien wird der Sarg im offenen Wagen zur Kaisergruft unter der Kapuzinerkirche gebracht. Vor dem Einlass in die Gruft gibt es eine Anklopfzeremonie. Ulrich-Walter Lipp, ein langjähriger Freund von Habsburgs, wird mit einem Klopfstab drei Mal an die Pforte der Kapuzinerkirche schlagen. Um Einlass zu erhalten, referiert Lipp die Herkunft des Toten, also die Rolle, die ihm von der Geschichte her zuwuchs, und seine Ehrungen und Auszeichnungen. Zweimal antwortet ein Kapuzinerpater: 'Wir kennen ihn nicht!' Erst wenn der Verstorbene als 'sterblicher, sündiger Mensch' bezeichnet wird, der sich
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