ROMAN · INGRID NOLL: HAB UND GIER (FOLGE 13)

War es nicht sinnvoll, wenn auch ich ein Testament verfasste und vor allem Judith begünstigte? Meine drei Schulfreundinnen waren keine armen Leute, ihnen wollte ich nur ein paar persönliche Erinnerungsstücke überlassen. Als ich in rührseliger Stimmung überlegte, wer die Wiener Rahmenuhr meiner Großeltern und wer die in Jahrzehnten gesammelten Inselbändchen bekommen sollte, kamen mir die Tränen, und ich nickte schließlich ermattet ein. Ich träumte eine Rotkäppchenversion: Im finsteren Tann lauerte der Wolf, die kleine Karla war jedoch nicht allein, sondern in Begleitung ihrer mutigen Freundin Judith, die dem Untier ein paar Happen rohes
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