KOMMENTAR · GAUCK: Alte Rechnungen

Bundespräsident Joachim Gauck hat an einem der Tatorte deutscher Morde in Griechenland um Verzeihung gebeten, Reparationsforderungen für Nazi-Verbrechen aber hat er zurückgewiesen. Aus deutscher Sicht ist der Rechtsweg in dieser Angelegenheit abgeschlossen, man will keinen Präzedenzfall schaffen und versteift sich auf die Ansicht, völkerrechtlich sei da nichts zu machen. Diese Haltung ist aus Gaucks Sicht, der im Ausland nicht der Bundesregierung widersprechen kann, nachvollziehbar. Trotzdem ist sie undifferenziert und falsch. Es geht bei den griechischen Forderungen nicht nur um Sühne für Morde und Massaker. Die sind mit Geld sowieso nicht
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