Zwischenruf: Flüchtling des Jahres

Vor zwei Jahren war es die "GroKo", 2014 die "Lichtgrenze". Heuer hat die Gesellschaft für deutsche Sprache "Flüchtlinge" zum Wort des Jahres gekürt. Keine Neuschöpfung, sondern ein Wort, das den gesellschaftlichen Diskurs derzeit wie kein zweites dominiert - und völlig charmefrei ist. Mehr noch: Die Sprachpfleger monieren in ihrer Begründung den Beigeschmack des Wortes, da es mit dem Suffix "-ling" gebildet werde, das für sprachsensible Ohren "tendenziell abschätzig" klinge. Analoge Bildungen wie "Eindringling" oder "Schreiberling" seien negativ konnotiert oder zeichneten sich wie im Fall von "Prüfling" oder "Schützling" durch eine
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