Kommentar Tobias Käufer zum Friedensnobelpreis für Präsident Santos

Neue Chance in Kolumbien

Es sind dramatische Tage in Kolumbien. Nach dem Nein bei der Volksabstimmung über den Friedensvertrag mit der linken Farc-Guerilla taumelte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos am Abgrund seiner politischen Karriere. Was ein Höhepunkt werden sollte, geriet durch das Votum der Wähler zum Desaster. Der so hart ausgehandelte Frieden war in Gefahr. Mit dem Friedensnobelpreis werden die Karten in dem südamerikanischen Land neu gemischt. Die Auszeichnung verleiht Santos jene moralische Autorität, die ihm durch die Niederlage bei der Volksabstimmung verloren gegangen schien. Sie verleiht ihm zugleich die Chance, die handwerklichen Fehler, die
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