Was wollen die Wallonen?

Helden oder Spinner? Wie eine kleine belgische Region die Handelspolitik der EU ins Straucheln bringt.
Brüssel. Ein Mann, der nur Kennern geläufig war, hält Europa in Atem. Der 45-jährige Politikwissenschaftler Paul Magnette amtiert für die sozialistische PS als Ministerpräsident der südbelgischen Wallonie, und die hat sich zum Bannerträger des Widerstands gegen den entfesselten Weltmarkt entwickelt. Magnette und die große Mehrheit des Regionalparlaments zu Namur verweigern die Zustimmung zum Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (Ceta). Der Vertrag soll nächsten Donnerstag vom kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau und den EU-Oberen feierlich unterzeichnet werden – wenn sämtliche 28 EU-Regierungen einverstanden sind.
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