Leitartikel Christoph Faisst zur Meinungsbildung im Internet

Mehr vom Gleichen

Hundert Schafe blöken, weil fünf blöken, weil eines geblökt hat – eine Minute später herrscht Ruhe. Dieses Prinzip, das sich an jeder Herde beobachten lässt, beherrscht soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook: Erregung ohne Grund. Immer mehr Zeitgenossen fühlen sich dadurch bestens informiert. Das Bewusstsein, dass diese Überwindung substanzieller Inhalte zu einer Gefahr für die Demokratie werden kann, ist in der Bundesregierung angekommen. Während sich Justizminister Heiko Maas mit wenig Erfolg bemüht, Hass-Postings löschen zu lassen, fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel Transparenz in der Frage, nach welchen Kriterien
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