Kommentar Peter Heusch zum Verzicht des französischen Präsidenten

Ruhmloser Abgang

Auch wenn nun Freund wie Feind von einer Entscheidung voller Würde sprechen, so war der Abgang von François Hollande wie seine in vier Monaten ausklingende Präsidentschaft: ruhmlos. Und auch dies: unabwendbar. Weil er zuletzt jeden Rückhalt verloren hatte, blieb dem Sozialisten nichts anderes übrig, als das Handtuch zu werfen. Die Franzosen hatten sich schon lange und zutiefst enttäuscht von Hollande abgewandt. Teile seiner Partei folgten, weswegen er bereits seit Monaten über keine verlässliche Regierungsmehrheit mehr verfügte. Am Ende sind ihm bis hin zu seinem stets loyalen Premier selbst die engsten Vertrauten von der Fahne gegangen.
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