Am Ende bleibt nur ein Gedicht

Glänzend erzähltes Debüt: „Der Himmel von Lima“ des jungen Spaniers Juan Gómez Bárcena.
Die Liebe, sagt Magister Cristóbal, ist ein Fortsetzungsroman. Erst die richtigen Worte machen aus einer unklaren Empfindung ein Gefühl, erst die Geschichte macht die Romanze. Cristóbal weiß das, als professioneller Liebesbriefschreiber hat er schließlich hunderte Ehen in seiner Stadt gestiftet: „Man muss, wie Sie sehen, sehr vorsichtig mit den Worten sein“. Für die Adressaten kommt diese Mahnung zu spät. Die zwei Möchtegern-Poeten im Lima des Jahres 1904 sind jung genug, um sich für die Hauptfiguren ihres eigenen Romans, und so wird ihre Komödie, die als Spiel begonnen hat, als Tragödie enden. Natürlich ist es eine Liebesgeschichte,
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