Reform muss sich erst bewähren

Neue Angebote sollen Bedürftigen und Angehörigen die Betreuung zu Hause erleichtern. Den Beratern in Pflegestützpunkten kommt eine Schlüsselrolle zu.
Das Ehepaar G. hat sich vor fünf Jahren entschieden. Allein wohnen lassen konnten die Erwerbstätigen die 85-jährige Mutter nicht mehr. Sie vergisst zu rasch, wird ängstlich, völlig antriebslos. Die Betreuung hat das Paar selbst organisiert. Zumindest halbtags ist niemand zu Hause. Eine 70-jährige Nachbarin kommt, versorgt die alte Frau, und teilt sich diese Aufgabe mit einer Rentnerin aus der Nachbargemeinde, die ihr schmales Ruhegeld aufbessern muss. Der 75-jährige Ralf H. lebt allein. In ein Heim will er nicht, auch nicht zu den Familien von Tochter und Sohn, die nicht in der Nähe wohnen. „Niemand zu Last fallen“, heißt
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