„Jedes Leben zählt“

Vor zwei Jahren hat das Land ein Aufnahmeprogramm für Jesidinnen aufgelegt. Für die Beamten eine heikle Mission – für die Betroffenen der Start in ein neues Leben.
Michael Blume, 50, zeigt auf seinem Handy ein Foto, das erst auf den zweiten Blick seine Grausamkeit offenbart. Zu sehen ist eine Stelle mit Schutt und Sand im Nordirak. „Da war ein Forellenteich“, erzählt Blume. Bis die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekommen ist, den Teich nach einer Massenexekution mit den Leichnamen von Jesiden aufgefüllt und dann zugeschüttet hat. Wo Leben war, ist nun Wüste. Blume ist in den vergangenen zwei Jahren im Auftrag des Landes 14 Mal zwischen Stuttgart und dem Nordirak gependelt. Ende Dezember 2014 hatte ihn Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gefragt, ob er die heikle Mission leiten
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