Ein Mann der klaren Worte

Rechtsprofessor, Landesminister, Gerichtspräsident, Staatsoberhaupt – Roman Herzog mahnte stets zum Aufbruch und warnte Politik und Bürger vor Stillstand.
Als Roman Herzog noch Staatsrecht lehrte, erst in München, dann an der Freien Universität in Berlin, später auch in Speyer und Tübingen, brachte er die Bedeutung des deutschen Staatsoberhaupts auf die ebenso knappe wie einleuchtende Formel: „Die wichtigste Befugnis des Bundespräsidenten ist das Recht, Reden zu halten.“ Nachdem Herzog im Juli 1994 selbst in die Bonner Villa Hammerschmidt eingezogen war, ergänzte er seine Kurzdefinition noch um den Satz: „Von diesem Privileg muss der Amtsinhaber zurückhaltend Gebrauch machen: Er sollte nicht mehr als zwei große Reden pro Jahr halten.“ Zur Halbzeit seiner Wahlperiode,
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