Banausentum in der Literaturstadt

Der Kulturbürgermeister von Heidelberg fühlt sich in einem satirischen Offenen Brief angegriffen.
Unter sprachlichen Gesichtspunkten lädt der „Zweite Staatenbericht 2016“ des Auswärtigen Amtes in Berlin nicht zur Lektüre ein. Vielleicht hat ihn der Heidelberger Buchhändler Clemens Bellut deshalb nicht gelesen. Letzterer, von Berufs wegen mit Literatur vertraut, verwendet geschliffene Formulierungen wie „Der Befund ist offensichtlich“. Das Ministerium des Frank-Walter Steinmeier hingegen müht sich ab mit „Maßnahmenbündeln“ und „Kulturproduzentinnen und Kulturproduzenten“. Hätte Bellut den „Zweiten Staatenbericht 2016“ gelesen, wäre sein Urteil über die „Unesco-Literaturstadt“
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