Erst das Ende, dann der Anfang

Plappern, bis die Axt kommt – Robert Borgmann inszeniert in Stuttgart Tschechows „Kirschgarten“.
Ja, der „Kirschgarten“. An diesem Klassiker über den Niedergang der russischen Adelsgesellschaft lässt sich zeigen, wie sich der Regie-Zeitgeist wandelt. In den 70ern galt die Figur des Studenten Trofimov, der visionäre Reden schwingt, als Vorbote der Revolution. Heute richtet sich der Fokus auf den Kaufmann Lopachin, der den unrentablen Kirschgarten abholzen lässt und als Bauland vermarktet: Am Berliner Gorki-Theater etwa ist Lopachin nicht mehr der Sohn eines Leibeigenen, sondern der Sohn eines türkischen Gemüsehändlers – das ist die Aufsteigergeschichte eines Migranten. Und was macht Robert Borgmann im Stuttgarter Schauspielhaus?
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