Abschied von einem Monument

Unser Korrespondent hat den Kanzler der Einheit viele Jahre beobachtet. Er erlebte einen Mann, der sich vom unterschätzten Oppositionspolitiker zur raumgreifenden Machtmaschine entwickelte. Der Streit um die heutige Beisetzung ist seiner unwürdig.
Der Abschied von Helmut Kohl fällt schwer. Das verwundert nicht bei einem Mann, der nachhaltigen Eindruck und tiefe Spuren hinterlassen hat. Dieser Kanzler prägte über Jahrzehnte sein Land und dessen Bevölkerung, seine Partei und deren Wähler, seine Wegbegleiter und die professionellen Beobachter. Das allein macht Kohl für manche seiner Sympathisanten, darunter besonders wortmächtig der Schriftsteller Martin Walser, sogar „unsterblich“. Doch gibt es einen weiteren Grund dafür, dass die Erinnerung an das „Gesamtkunstwerk Kohl“, über das einst Joschka Fischer voller Respekt sprach, so rasch nicht verblassen wird.
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