Gralssuche und der Glaubenskrieg

Der runderneuerte Bayreuther „Parsifal“ von Uwe Eric Laufenberg kommt beim Publikum gut an.
Nichts mit Waldlichtung und Zaubergarten: Der aktuelle „Parsifal“ spielt sich meist in einer halb zerschossenen Kirche irgendwo im Nahen Osten ab. Im Zeitalter des Terrors von Gotteskriegern, so das Konzept des Regisseurs Uwe Eric Laufenberg, lässt sich die Geschichte der Gralsritter nicht mehr nur als realitätsfern-mystisches Brimborium erzählen. Bei solchen Regie-Ideen empört sich die Hardcore-Fraktion der Wagnerianer normalerweise lautstark. Doch, oh Wunder, viele Erbwächter auf dem Grünen Hügel sind – wie Parsifal mit Wagners Worten – „welthellsichtig“ geworden: Das Publikum feierte den runderneuerten
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