Das schwere Erbe Olympias

Die Sommerspiele 2016 in Brasilien waren nicht nur Sport, sie waren auch Symbol: Wir sind endlich wer, sollte das Großereignis sagen, uns steht eine glorreiche Zukunft bevor. Das Gegenteil ist eingetreten.
Den Preis für den brasilianischen Größenwahn zahlen jetzt auch die Fans von Flamengo: „WM und Olympia haben uns das Maracana genommen“, sagt Felipe Rizzeto verbittert. Der 37-jährige Zeitungsverkäufer aus dem Stadtteil Copacabana im Herzen von Rio de Janeiro ist begeisterter „Flamenguista“, wie sich die Fans des populärsten Fußball-Klubs in Brasilien nennen. An seiner Kioskwand hängt der tägliche Wahnsinn aus der Olympiastadt. Die Titelseiten, auf denen vor einem Jahr noch Jamaika-Sprinter Usain Bolt oder US-Schwimmer Michel Phelps prangten, zeigen nun die Bilder von Überfällen und unschuldigen Opfern von Querschlägern
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