Kommentar Christoph Faisst zum Nato-Partner Türkei

In der Zwickmühle

Der gescheiterte Putsch vom vergangenen Sommer ging von den türkischen Streitkräften aus. Dass deshalb mutmaßlichen Drahtziehern aus deren Reihen der Prozess gemacht wird, ist nicht nur dem Wunsch des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, sämtliche Anhänger der Gülen-Bewegung aus dem Staatsapparat zu entfernen, geschuldet. Putschisten kommen in jedem Land der Welt vor Gericht. Das wäre im Westen nicht anders. Etwas anderes ist es, sollten die Hinweise zutreffen, denen zufolge die türkische Armee im eigentlichen Sinne islamisiert wird. Das ist zwar zunächst eine innere Angelegenheit der Türkei, doch gleichzeitig ist die Nato betroffen. Denn
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