Hüter einer stabilen Währung

Vor 20 Jahren begann mit der Gründung der EZB ein geldpolitisches Großexperiment. Es ist gelungen, aber noch nicht zu Ende.
Am Anfang stand ein klassischer europäischer Kompromiss: Den Chefposten bei der neu gegründeten Europäischen Zentralbank (EZB) bekam im Sommer 1998 nicht etwa ein Deutscher oder ein Franzose, sondern der Niederländer Wim Duisenberg. Eines der bedeutendsten Projekte der europäischen Wirtschaftsgeschichte wurde fast unbemerkt in die Tat umgesetzt: Die Gründung einer gemeinsamen Zentralbank und somit das gemeinsame Einstehen für eine stabile Währung im Euroraum. EZB-Präsident Duisenberg – mit der Euro-Einführung zum 1. Januar 1999 oberster Währungshüter für damals elf Staaten mit 300 Mio. Menschen – ließ keinen Zweifel,
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