Interview

„Freiheit endet da, wo Würde verletzt wird“

Immer wieder provozieren Musiker mit Texten, die jugendgefährdend bis gesetzeswidrig sind. Doch wo hört die Kunst auf, und wo beginnt der Rechtsbruch? Ein Gespräch mit dem Juristen Markus Hirte.
Letztlich haben sechs Worte gereicht, um den größten deutschen Musikpreis zu Fall zu bringen: „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen.“ Die Zeile stammt von den Rappern Kollegah und Farid Bang. Als die beiden im April mit dem Echo ausgezeichnet wurden, entlud sich eine Welle der Empörung über die Deutsche Phono-Akademie. Wenige Wochen später wurde das Ende des Musikpreises verkündet. Das Album, auf dem der umstrittene Song zu finden ist, lebt allerdings weiter. „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ wurde nachträglich von der Justiz quasi legitimiert und schoss auf Platz eins der Charts. Erst jetzt, Monate später,
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