Interview

„Das Politik-Personal ist derzeit eher schlecht“

Inkompetenz, Schlampigkeit und Desinteresse der Regierenden führen hierzulande zur Denkzettel-Stimmung, sagt einer der bekanntesten deutschen Politikwissenschaftler.
Der Mann sagt gerne seine Meinung. Herfried Münkler (67) steht in seinem Büro in der Berliner Humboldt-Universität. Die Bücher stapeln sich bis unter die Decke, in 26 Jahren hat sich viel angesammelt. Bald geht er in den Ruhestand und macht Platz für eine neue Generation von Politikwissenschaftlern. Eine, die nicht in der Nachwendezeit einer Ost-Universität neues Leben einhauchen musste. Ganz anders seien die, sagt Münkler, sehr von sich überzeugt. Er meint das nicht ausschließlich positiv, möchte aber auch nicht als der altersstarrsinnige Professor daherkommen. Er sagt dann lieber nichts. „Ich habe schon Muskelkater vom Klappehalten“,
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