Oper

Flashbacks im Seniorenheim

Aus Paris importiert: Glucks „Iphigénie en Tauride“ feiert Premiere an der Stuttgarter Staatsoper. Regisseur Krzysztof Warlikowski erzählt die Geschichte auch als Rückschau in die Vergangenheit.
Von wegen griechische Antike. Wir sehen ein Seniorenstift von heute. Elegante ältere Damen wandeln auf und ab, lesen oder machen Toilette am Waschbecken, in einer Ecke hinten läuft der Fernseher. Der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski hat Glucks Oper „Iphigénie en Tauride“ in ein Altenheim für betuchtere Ladies verlegt. So kann er die Familiensaga der Atriden, diese blutige Kette von Mord und Rache, zweifach erzählen – aus der Sicht der jungen Iphigénie, die alles unmittelbar gegenwärtig erlebt, und aus der Rückschau der älteren Iphigénie, die von den Flashbacks zurück in die Vergangenheit immer wieder heimgesucht
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