Russland

Angst vor dem tödlichen Staub

Auf dem Gelände einer Metallfabrik mitten in Moskau lagern tausende Tonnen Atommüll im Boden. Die Stadt will dort nun eine Autobahnbrücke bauen, die Anwohner protestieren.
Jemand hat ein kleines gelbes Dreieck mit einem schwarzen Flügelrad, dem Zeichen für Atomstrahlung, auf einen Baumstamm geklebt. Die Böschung ist steil, ihr Unterholz kaum vom Herbst gelichtet, Moskauer Niemandsland. Das Dosimeter knarrt wieder, Iwan Kondratjew hält es an einem Stativstab in ein Erdloch. Das Display zeigt 8,6 dann 9,8 schließlich 10,1 Mikrosievert pro Stunde. Und rot schimmernde Buchstaben: „Gefährliche Radioaktivität.“ Zum Vergleich: In der Sperrzone von Tschernobyl, am Eingang zum Unglücksreaktor, werden jetzt 1,2 Mikrosievert registriert. „Techniker des Katastrophenschutzministeriums haben hier sogar
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