Auf den zweiten Blick

Das Kunstmuseum Stuttgart erzählt in „Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels“ von der langen Tradition optischer Täuschung.
Es ist nur ein kurzer Moment der Verunsicherung, nur ein ganz leises Schwanken, aber die Kuratorin hat einen sofort dabei erwischt: „Jaja, irgendwann weiß man gar nicht mehr, was sich hier bewegt und was nicht!“, sagt Eva-Marina Froitzheim und freut sich wie über einen gelungenen Scherz. In diesem Fall war das Misstrauen ja auch tatsächlich unangebracht. An Lucia di Lucianos „Ritmico“ von 1964 bewegt sich gar nichts, es ist nur ein ausgeklügelt rhythmisiertes Schwarz-Weiß-Muster, das man genausogut für eine architektonische Fassade aus derselben Zeit halten könnte. Im Doppelsinn des Wortes Aber sicher ist sicher:
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