„Über die Hitler-Gerüchte hat mein Vater nur geschmunzelt und gelacht ...“

Atlantik-Fluchtfahrt Vor 100 Jahren wurde U-Boot-Kommandant Otto Wermuth († 90) in Aalen geboren. Mit seinem Unterseeboot schrieb der junge Oberleutnant zur See im Juli 1945 Geschichte, als er mit U 530 mehr als zwei Monate nach der Kapitulation mit 54 Mann an Bord im argentinischen Hafen von Mar del Plata einlief. Zum Geburtstag spricht sein Sohn Dr. Stefan Wermuth (68) erstmals über den Vater, der nach dem Krieg so verschlossen war und zurückgezogen als Kaufmann im Geschäft seiner Schwiegereltern arbeitete.

Aalen/Mar del Plata

Was immer blieb, war die Liebe zur See ...

„Im Urlaub ging es oft an die Nordsee und Ostsee, etwa nach Flensburg, wo er ausgebildet wurde – oder auch nach Sankt Peter-Ording. Hauptsache ans Meer, da zog es ihn immer wieder hin. Er liebte das, diese Ruhe und diesen weiten Blick“, erinnert sich Dr. Stefan Wermuth an seinen Vater Otto, den U-Boot-Kommandanten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Der Oberleutnant zur See aus dem Aalener Hüttfeld führte sein Unterseeboot U 530 und 53 Kameraden von Kiel über Norwegen quer über den Atlantik bis zur US-Ostküste vor New York – und dann noch weiter bis nach Argentinien.

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