Mallorca hält sich aufrecht

Normalerweise drängen sich in diesen Wochen die Touristen auf der Insel. In Corona-Zeiten ist das anders, Wirte und Hoteliers wollen dennoch durchhalten. Mancher sieht die Chance für eine Abkehr vom Sauftourismus.
Vier Möwen stehen im Sand und schauen aufmerksam wie Rettungsschwimmer aufs Meer hinaus. Eine wirft den Kopf in den Nacken und reißt den Schnabel auf, sodass man ihre Zunge sieht. Sie gähnt. Ende Juli an der Playa de Palma. Ein paar Schritte vom Strand entfernt, in der „Sonnenbäckerei“, trinkt René Schlag einen Kaffee und sagt: „Das Schöne ist, wenn du jetzt dort hinten vorbeiläufst: Es stinkt nicht mehr nach Pisse.“ Dort hinten, am Balneario 5, auf Höhe des verrammelten Megaparks, fährt ein Streifenwagen der Lokalpolizei vor. Da sitzen ein paar Jungs und trinken mit langen Strohhalmen Sangria aus einem Eimer.
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