JAPAN

KOMMENTAR: Der Schrein des Anstoßes

Es sei einzig Angelegenheit der Japaner selbst, wie sie ihrer Kriegstoten gedenken. Mit dieser Floskel lässt Ministerpräsident Junichiro Koizumi jede Kritik an seinen jährlichen Besuchen im shintoistischen Yasukuni-Schrein abprallen. Dort, und das ist das Problem, das die Chinesen und Koreaner empört, werden auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt. In China ist die Kritik an der japanischen Art der Vergangenheitsbewältigung in Mode gekommen - noch nicht beigelegt ist ein Schulbuchstreit, der sich an einer Verharmlosung der japanischen Verbrechen auf dem Festland entzündet hat. Es mag zwar auch sein, dass hierbei wirtschaftliche Rivalitäten
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