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Fehler: Darum sollten Sie beim Backen niemals Wasser in den Ofen schütten

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Beim Backen können Fehler passieren, die Sie nicht korrigieren können. Umso wichtiger ist es, bewährte Tipps zu kennen. Wie sieht es mit Wasser im Backofen aus?

Backen kann eine Herausforderung sein. Im Gegensatz zum Kochen ist es hier nicht möglich, noch ein wenig nachzuwürzen, anzudicken, oder das Ganze einfach mit Käse zu überbacken, wenn es schiefgegangen ist. Hier muss alles von Anfang an klappen und deshalb gibt es diverse Tipps und Tricks, die Sie kennen sollten.

Deshalb sollten Sie Brot und Semmeln bedampfen

Bei einem Blick in eine professionelle Backstube wird Ihnen nicht nur der betörende Duft auffallen, sondern auch, dass die Bäcker Brot und Semmeln beim Backen bedampfen oder auch "schwaden“. Dies soll für die perfekte Kruste sorgen und Semmeln zu diesem köstlichen Knuspern verhelfen, das sie gleich noch leckerer schmecken lässt.

So funktioniert es: Der Wasserdampf setzt sich heiß auf der Teigoberfläche ab und aktiviert dort Eiweiß und Stärke, die beide für eine gute Kruste verantwortlich sind. Gleichzeitig hält der Dampf den Teig geschmeidig und elastisch und ermöglicht es ihm, optimal aufzugehen. Zu guter Letzt zaubert das Bedampfen auch noch einen schönen Glanz auf die Backwaren.

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So können Sie Brot und Semmeln zu Hause bedampfen

Wenn Sie zu Hause Brot und Semmeln backen wollen - das geht tatsächlich einfacher als Sie denken - sehen Sie vielleicht nicht gleich eine Möglichkeit, wie Sie die Teigrohlinge bedampfen könnten. Aber tatsächlich können Sie auch in handelsüblichen Backöfen Dampf erzeugen:

  • Es gibt Backöfen mit spezieller Dampffunktion, die die Aufgabe für Sie übernehmen.
  • Sie können einen Lavastein oder auch einen Behälter mit metallischen Gegenständen (z.B. Schrauben) in den Backofen stellen und mitaufheizen und Wasser daraufschütten. Achtung: Hier besteht Verbrühungsgefahr.
  • Schieben Sie ein tiefes Backblech mit in den Ofen und füllen Sie es nach dem Aufheizen mit Wasser.
  • Sprühen Sie mit einer Blumensprühpistole in den heißen Ofen.
  • Schütten Sie eine Tasse Wasser auf den heißen Ofenboden. Achtung: Hier besteht Verbrühungsgefahr.
  • Stellen Sie einen Behälter mit Wasser auf den Ofenboden und erhitzen Sie ihn mit.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © Oliver Berg/dpa
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
Wurst Haltbarkeit erkennen
Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © Patrick Pleul/dpa

Darum sollten Sie kein Wasser in den Ofen schütten

Mit diesen verschiedenen Methoden können Sie also kostbaren Wasserdampf in Ihrem Ofen erzeugen, aber wie schon vermerkt, bergen ein paar davon Gefahren. Schütten Sie Wasser auf heiße Oberflächen kann der Wasserdampf sich explosionsartig ausbreiten und Sie verbrühen. Gehen Sie also mit äußerster Vorsicht vor oder entscheiden Sie sich lieber gleich für eine andere Methode. Das direkte Schütten von Wasser auf den Ofenboden ist aber auch noch aus einem weiteren Grund nicht empfehlenswert. Je nachdem wie kalkhaltig das Wasser an Ihrem Heimatort ist, bilden sich so unschöne und zum Teil hartnäckige Kalkflecken in Ihrem Ofen, die Sie entfernen müssen. Gleiches gilt im Fall des mit Wasser gefüllten Backblechs.

Behelfen Sie sich also lieber mit einem ofenfesten Behältnis, das Sie mit Wasser füllen und auf den Ofenboden stellen, z.B. ein Gefäß aus Steingut. Hieraus kann der Dampf problemlos aufsteigen und Sie können den Behälter nach Gebrauch per Hand oder im Geschirrspüler einfach reinigen und so mit wenig zusätzlichen Aufwand die "magische" Wirkung des Wasserdampfes auf Ihre selbstgebackenen Brote und Semmeln genießen. (ante) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks, Artikel von Affiliate-Link

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke

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