Einige Bio-Produkte fallen durch

Sonnenblumenöl-Test: Bei diesem Supermarkt bekommen Sie gute Qualität

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Öko-Test hat im letzten Jahr 21 Sonnenblumenöle getestet. Das erschreckende Ergebnis: Fast alle Öle sind mit Mineralöl belastet. Die Gewinner und Verlierer des Tests erfahren Sie hier.

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Zum Kochen, Braten*, Frittieren und sogar zum Backen: Sonnenblumenöl ist vielseitig einsetzbar. Denn das Öl aus der Sonnenblume schmeckt neutral, enthält viel Vitamin E und ist günstig zu erwerben. Dennoch möchte man ein Öl von möglichst hoher Qualität. Stellt sich die Frage: Wo am besten einkaufen – beim Discounter, im Supermarkt oder lieber im Bio-Laden? Öko-Test schafft Klarheit, ob Bio im Falle von Sonnenblumenöl wirklich besser ist oder nicht. 21 verschiedene Marken wurden für den Test der Ausgabe 8/2021 untersucht, darunter neun raffinierte und zwölf kaltgepresste Öle. Doch der Test zeigt vor allem Unappetitliches: Fast alle Öle sind mit Mineralöl belastet. Nur eins der getesteten Produkte schneidet mit „sehr gut“ ab: das native Sonnenblumenöl von Bio-Planète. Neun weitere Öle erhalten die Note „gut“.

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Sonnenblumenöl-Test: Fast alle im Test mit Mineralöl belastet

Tatsächlich ist kein einziges der getesteten Sonnenblumenöle frei von Mineralöl. Vom beauftragten Labor wurden in allen Produkten gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) nachgewiesen. Teilweise handelte es sich nur um Spuren, teilweise jedoch um „leicht erhöhte“ Gehalte. Zwei Mal werden sogar „stark erhöhte“ Gehalte an Mineralölbestandteilen bemängelt – in Thomy Reines Sonnenblumenöl und Penny Reines Sonnenblumenöl. MOSH reichern sich in Organen wie der Leber an und es ist noch nicht bekannt, wie gesundheitsschädigend das auf Dauer ist. Mögliche Erklärungen für das Mineralölvorkommen in Lebensmitteln könnten Altpapierverpackungen, in der Produktion verwendete Schmierstoffe oder Form-Walz- oder Klebstoffe sein.

Zudem wurden in zwei nativen Sonnenblumenölen – Dennree Sonnenblumenöl kalt gepresst und Gut Bio Sonnenblumenöl nativ kalt gepresst – polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen, die krebserregend sein können. Die beiden Öle erhalten deshalb die Note „mangelhaft“. Besonders enttäuschend: Auch Bio-Produkte sind nicht frei von Schadstoffen: Im dm Bio Sonnenblumenöl, kaltgepresst wurde das Schimmelpilzgift Alternariolmonomethylether (AME) entdeckt, das laut Zellstudien das Erbgut schädigt. Leider gibt es aktuell  noch keinen gesetzlichen Grenzwert für das Schimmelpilzgift. Öko-Test hat sich aber bei seiner Bewertung an einem ersten Vorschlag der EU-Kommission hinsichtlich eines Richtwertes orientiert. Damit landet das dm-Produkt mit dem Gesamturteil „ungenügend“ auf dem letzten Platz.

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Sonnenblumenöl-Test: Diese Marken sind laut Öko-Test nicht empfehlenswert

Die folgenden Sonnenblumenöle fallen im Test von Öko-Test durch:

HerstellerProduktUrteil
Dennree Sonnenblumenöl kalt gepresstMangelhaft
Aldi SüdGut Bio Sonnenblumenöl nativ kaltgepresstMangelhaft
PennyReines SonnenblumenölMangelhaft
Thomy (Nestlé)Reines SonnenblumenölMangelhaft
DmBio Sonnenblumenöl kaltgepresst, NaturlandUngenügend

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
Wurst Haltbarkeit erkennen
Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © picture alliance / Patrick Pleul

Sonnenblumenöl-Test: Das sind die Sonnenblumenöl-Testsieger

Mit „Sehr gut“ und „Gut“ abgeschnitten haben bei Öko-Test hingegen diese Sonnenblumenöle:

HerstellerProduktUrteil
Bio PlanèteSonneblumenöl nativ classic (kaltgepresst)Sehr gut
Alnatura Sonnenblumenöl nativ (kaltgespresst)Gut
BrölioSonnenblumen-Öl von Brökelmann (raffiniert)Gut
K-Classic (Kaufland)Reines Sonnenblumenöl (raffiniert)Gut
ReweBio Sonnenblumenöl nativGut

Quelle: Ökotest (Vollständige Ergebnisse hinter Bezahlschranke)

Den Sonnenblumenöl-Testsieger, Bio Planète Sonneblumenöl nativ classic (kaltgepresst), gibt es zum Beispiel auf Amazon zu kaufen (werblicher Link). Und wie Sie sehen, bekommen Sie auch beim Supermarkt Kaufland gute Sonnenblumenöl-Qualität zu einem fairen Preis.

Schon gewusst?

Übrigens: Auch Sonnenblumenöl ist, wie die meisten Öle, lichtempfindlich. Auch wenn die Flaschen oft durchsichtig sind, ist zu empfehlen, das Öl lieber im Schrank aufzubewahren.

Rubriklistenbild: © JanPietruszka via www.imago-images.de

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