Anti-Aging

„Lieber Fisch als Botox“: Facharzt setzt auf pescetarische Ernährung

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Pescetarier verzichten auf Fleisch, essen jedoch Fisch. Das ist nicht nur gesund, sondern trägt auch zu einem jugendlichen Aussehen bei.

Verschiedene Cremes und Seren sollen den Teint strahlen lassen. Manch einer greift aus Angst vor dem Älter werden sogar zu drastischeren Maßnahmen wie Schönheits-OPs oder Botox. Dabei hat gerade die Ernährung einen entscheidenden Einfluss darauf, wie schnell die Haut altert. So gibt es einige Lebensmittel, die besser als jede Anti-Aging-Creme sind und die Haut jung halten. Warum Sie häufiger zu Fisch greifen sollten und welche Ernährung laut Facharzt für ein jugendliches Erscheinungsbild sorgt.

„Lieber Fisch als Botox“: Facharzt setzt auf pescetarische Ernährung

Wenn es um unser Äußeres geht, verlassen wir uns nicht selten auf Hautpflegeprodukte wie teure Augen-Seren oder Anti-Aging-Cremes. Diese versprechen zwar ein jüngeres Aussehen, langfristig reicht die oberflächliche Anwendung von Kosmetikprodukten allerdings oft nicht aus. Denn um den Körper jung zu halten und die Zellerneuerung zu unterstützen, spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle.

Schön ganz ohne Botox: Wer regelmäßig Fisch isst, versorgt seine Haut mit wichtigen Nährstoffen (Symbolbild).

Die Ernährung ist bei der Hautalterung laut Facharzt Werner Mang von enormer Bedeutung: Bestimmte Lebensmittel können demnach dafür sorgen, dass die Haut langfristig jünger und strahlender aussieht. Um den Teint mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen, die er zur Regeneration benötigt, rät Schönheitschirurg Werner Mang daher häufiger Fisch in den Speiseplan zu integrieren. Eine pescetarische Ernährung, bei der auf Fleisch verzichtet wird, sei der Schlüssel zu einer jüngeren Haut und weniger Falten.

„Lieber Fisch als Botox“: Diese Lebensmittel helfen gegen Falten

Wer sich pescetarisch ernährt, verzichtet zwar auf Fleisch – Fisch, Milchprodukte und Eier sind bei dieser Ernährungsform jedoch erlaubt. Warum gerade Pescetarier häufig ein jugendliches Erscheinungsbild haben, erklärt Werner Mang, Facharzt für HNO und plastische Operationen und medizinischer Leiter der Bodenseeklinik in Lindau, in seinem neuen Buch „Iss dich schön – Pescetarier die neue Lebensart“.

Demnach belasten gerade Fleischprodukte den Darm und begünstigen die Entstehung von Darmkrebs. Fisch ist dagegen leichter verdaulich und enthält Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Jod und Selen. In Fisch sind darüber hinaus wichtige Inhaltsstoffe wie Proteine, Fette und Vitamine zu finden, die die Haut vor dem Altern schützen.

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„Lieber Fisch als Botox“: Regelmäßig Fisch essen

In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung, die auch Obst, Gemüse, Nüsse, Milch- und Vollkornprodukte beinhaltet, wird die Haut gut versorgt. Wichtig ist zudem, möglichst wenig Zucker und verarbeitete Lebensmittel zu konsumieren. Denn werden diese verstoffwechselt, entstehen freie Radikale, die Teile der Gene beschädigen und Entzündungen im Körper fördern können.

Gestützt wird diese These durch verschiedene wissenschaftliche Studien. So konnten Forscher der US-amerikanischen Harvard Universität zeigen, dass Pescetarier durchschnittlich vier Jahre länger leben. Und auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, mindestens ein- bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wichtig ist dabei jedoch, neben der Qualität, ebenfalls auf die Herkunft der Produkte zu achten. So sollten Verbraucher laut Stiftung Warentest unbedingt zu Waren mit Siegel greifen.

Schnell schlank und fit: Acht gesunde Zuckeralternativen

Reissirup auf einem Löffel
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © J. Pfeiffer/Imago
Kokosblütenzucker in Schale und Kokosnuss
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © J. Pfeiffer/Imago
Ahornsirup auf Waffel
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Kia Cheng Boon/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Xylit wurde ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, deshalb ist er auch als Birkenzucker bekannt. Wie die Krankenkasse AOK weiter informiert, wird er heute allerdings aus Maiskolbenresten, Stroh oder anderen Hölzern hergestellt. Der Zuckeralkohol hat deutlich weniger Kalorien als Zucker. © J. Pfeiffer/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © J. Pfeiffer/Imago
Gesundes Frühstück, Müslischüssel mit Obst
Agavensirup ist ein Süßungsmittel, das aus der Agavenpflanze gewonnen wird. Hier gilt wie bei Apfeldicksaft: Sie sollten das Produkt in Maßen genießen, weil es hauptsächlich aus Fruchtzucker besteht. Agavensirup hat aber weniger Kalorien als Zucker, was ihn zum besseren Diät-Begleiter macht. Auch für die Umwelt ist der Kauf von Agavendicksaft eher schädlich, auch wegen der langen Transportwege. Sie wollen nicht auf Agavensirup verzichten? Greifen Sie in dem Fall am besten zum Bio-Produkt.  © Imago
Griechischer Joghurt mit frischen Früchten steht neben einem Glas voller Honig
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Imago
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © Marijan Murat/dpa

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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