Rettungsschwimmer streiken

Mallorca-Urlaub: Bleiben Strände dieses Wochenende geschlossen? 

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Auf Mallorca bahnt sich für einige Strände mitten im Juli ein Badeverbot an. Denn: Rettungsschwimmer drohen mit einem Streik.

Mallorca ist nicht nur für den Ballermann bekannt, sondern auch ein beliebtes Urlaubsziel für Strand, Sonne und Meer. Anstatt im Wasser zu plantschen, kann es jedoch sein, dass sich Touristen demnächst eine alternative Beschäftigung auf der Baleareninsel suchen müssen. Denn ausgerechnet mitten in der Sommersaison droht ein Badeverbot an allen Stadtstränden rund um Palma de Mallorca sowie an der Playa de Palma. Der Grund? Die Rettungsschwimmer wollen am 16. Juli streiken – und ohne Rettungsschwimmer ist kein Badebetrieb möglich.

Die Rettungsschwimmer im Stadtgebiet Palma wollen am 16. Juli die Arbeit niederlegen.

Rettungsschwimmer in Palma rufen zum Streik auf: Kommt nun ein Badeverbot auf Mallorca?

Einen Streik konnten die Rettungsschwimmer bisher kaum durchführen, da es eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestbesetzung für die Überwachung von Stränden gibt. Bei gleichzeitigem Personalmangel war es so fast keinem Rettungsschwimmer möglich, seine Arbeit niederzulegen. Nun wollen sie sich jedoch darüber hinwegsetzen und bessere Arbeitsbedingungen einfordern, wie die Mallorca Zeitung berichtet. Die Ankündigung dazu gab es bereits am Donnerstag (30.6.) durch den Sprecher der Rettungsschwimmer-Gewerkschaft Unión de Socorristas de Mallorca, Christian Melogno.

Mallorca: Was fordern die Rettungsschwimmer?

Zu den Hauptkritikpunkten gehören unter anderem der geringe Arbeitslohn – laut der spanischen Zeitung Ultima Hora verdienen die Rettungsschwimmer im Durchschnitt 1.000 Euro im Monat bei Arbeitszeiten von zehn bis 19 Uhr. Außerdem bemängeln die Rettungskräfte fehlende Mitarbeiter und zu kurze Überwachungszeiten an den Stränden. Aktuell trage ein einzelner Rettungsschwimmer die Verantwortung für rund 2.500 Badegäste. Daher fordert die Gewerkschaft eine Ausweitung der Überwachungszeiten von acht bis 20 Uhr sowie mehr Personal, auf das die Aufgaben aufgeteilt werden könnten.

Diese spanischen Reiseziele kennt kaum jemand - zu Unrecht

Halbwüste Bardenas Reales
Diese Landschaft würde man eher auf anderen Kontinenten vermuten - doch die Halbwüste Bardenas Reales liegt zwischen Zaragoza und Pamplona in Spanien. Zahlreiche Wanderer besuchen diesen einzigartigen Ort. Und auch Szenen der bekannten HBO-Serie „Game of Thrones“ wurden hier gedreht. © Petr Svarc/Imago
Masca-Schlucht auf Teneriffa.
Die Masca-Schlucht auf Teneriffa ist ebenfalls eine tolle Location für einen Wanderausflug. Die Vulkanlandschaft war früher auch ein beliebtes Piratenversteck. Vom Bergdorf Masca aus geht es bis zum Atlantik hinunter. © Anita Bonita/Imago
Mérida in der spanischen Provinz Extremadura
Mérida in der spanischen Provinz Extremadura hieß zur Zeit der Römer noch Emerita Augusta und wurde 25 v. Chr. gegründet. Spuren der Römer sind hier überall zu finden: Im Amphitheater, der Römerbrücke oder dem Stadt-Forum. © Imago
Gemeinde Consuegra
Die Gemeinde Consuegra gewährt tolle Einblicke in das christliche Spanien des 16. Jahrhunderts. Vor allem die Windmühlen von Consuegra dürften Literaturfreunden ein Begriff sein. Im spanischen Romanklassiker Don Quijote bricht der gleichnamige, verarmte und zugleich komische Ritter einen „Kampf“ gegen die Mühlen vom Zaun - weil er sie für Riesen hält. © Imago
Festung Miravet
Wer Spanien so sehen will, wie es im alten Al-Andalus gewirkt haben muss, ist in der Provinz Tarragona genau richtig. Hier befindet sich am Fluss Ebro die Festung Miravet, die ein tolles Beispiel für die Templer-Architektur ist. An jeder Ecke des Ortes sind Spuren der muslimischen Zeit und der Templer zu sehen. © Imago
Herbststimmung im Picos de Europa Nationalpark
Die Hochgebirgslandschaft Picos des Europas ist Urlaubern fast gänzlich unbekannt - dabei handelt es sich hierbei um das größte Kalksteingebirge am Atlantik. Die Szenerie ist mit Almen, Bergseen und -dörfern gespickt - der perfekte Ort für einen Wanderurlaub. © W. Pattyn/Imago

Für den Streik haben die Rettungsschwimmer den 16. Juli anvisiert – es sei denn, es kommt zuvor noch zu einer Einigung zwischen den Vertretern der Traditionsgewerkschaften UGT und CCOO, die mit dem verantwortlichen Unternehmen „Emergències Setmil“ an den Tisch treten. Dieses wurde vom Rathaus von Palma de Mallorca beauftragt, sich um die Strandüberwachung im Stadtgebiet Palma zu kümmern. Die Gewerkschaft Unión de Socorristas de Mallorca, die erst im letzten Jahr gegründet wurde und zu dem Streik aufruft, wird an den Verhandlungen nicht teilnehmen, so die Mallorca Zeitung. (fk)

Rubriklistenbild: © Chris Emil Janßen/Imago

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