Lesermeinung

Bezug auf... „Ehrmann kündigt Ende der Kreidezeit an“ und „Tauziehen um die Schulcloud“, 1.12.2017:

Es freut uns Eltern des Schubart-Gymnasiums, dass die Stadt Aalen als Schulträger endlich Ernst machen will mit dem „Medienentwicklungsplan“. Es wird dringend Zeit: seit Jahren versuchen z.B. die Aalener Gymnasien, ihre Medienausstattung auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, um zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen – und kommen dabei kaum voran. Dass nun im Rahmen der Aktualisierung des „Schulentwicklungsplans“ auch die mediale Ausstattung der Schulen konzeptionell angegangen wird, erscheint uns Eltern sinnvoll.
Folgende Bedenken gibt es jedoch:
1. „Alle Schulen müssten in Sachen IT-Ausstattung den gleichen Stand haben“, wird Herr Ehrmann zitiert. Als Eltern von Kindern, die die Grundschule durchlaufen haben und jetzt eine weiterführende Schule besuchen, hinterfragen wir diese Aussage. An den weiterführenden Schulen sollen die Jugendlichen die Ausbildungs- und Studierfähigkeit erlangen. Sie haben daher einen anderen Bedarf bezüglich digitaler Ausstattung als GrundschülerInnen, die Schreiben/Lesen/Rechnen erst lernen. 2. Die Stadt plane einen „großen Wurf“. Das klingt vielversprechend, aber wir alle kennen die Gefahr von großen Würfen – sie sind so groß, dass sie nicht umgesetzt werden.
Wir verweisen auf die Kritik der Kultusministerin Frau Dr. Eisenmann am „Digitalpakt Schule“ zwischen Bund und Ländern: „2016 groß angekündigt, ... seitdem warten ... auf ... verbindliche Zusagen“. Wird uns das mit dem „großen Wurf“ der Stadt Aalen auch so ergehen?

© Schwäbische Post 06.12.2017 16:11
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