Polizei erschießt Rottweiler

Der Rollstuhlfahrer, der den Hund dabei hatte, wurde ohnmächtig gebissen.
  • Symbolbild: pixabay

Aalen-Wasseralfingen. Am Freitag musste ein Rottweiler von zwei Polizisten erschossen werden. Gegen 12.15 Uhr führte ein querschnittsgelähmter Rollstuhlfahrer den Hund zusammen mit einem Labrador im Bereich eines Weges beim Talschulzentrum in Richtung Krummhalde aus. Wie die Polizei berichtet, riss sich der Rottweiler los, um Kühe auf einer angrenzenden Weide zu jagen. Dabei verlor der 24-Jährige das Gleichgewicht und fiel aus seinem Rollstuhl. Der Mann betätigte daraufhin selbst den Notruf und bat um Hilfe. Bis zum Eintreffen der Streifenbesatzungen war es ihm zwar wieder gelungen, den Hund festzumachen, äußerte aber, dass dieser ihm zu groß und stark sei, um ihm Herr zu bleiben.
Während der Abklärungen bezüglich einer notwendigen Unterbringung des Hundes, wurde er laut Polizei zunehmend aggressiver. Dem 24-Jährigen gelang es kaum, den Hund zu beruhigen und zu halten. Letztlich kippte er samt Rollstuhl um. Der Rottweiler griff den 24-Jährigen hiernach an und biss ihm ins Gesicht. Der Mann wurde schwer verletzt und langsam ohnmächtig. Er konnte den Rottweiler deshalb nicht mehr halten. Wie die Polizei berichtet, ging der Hund anschließend fletschend auf die beiden Polizisten los, weshalb er erschossen wurde. Der 24-Jährige wurde vom Rettungsdienst versorgt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gefahren. Die Polizeihundeführerstaffel hat die Ermittlungen aufgenommen.

© Schwäbische Post 13.09.2019 15:56
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