Bundesweite Regelung zum Sport: Fußball-Fans dürfen wieder ins Stadion

20 Prozent der Zuschauerkapazitäten dürfen in Stadien und Hallen wieder genutzt werden. Worauf sich Bund und Länder noch verständigt haben. 

  • Symbolbild: Pixabay

Stuttgart. Bund und Länder haben sich am Dienstag,15. September, darauf verständigt, dass bis zu 20 Prozent der Zuschauerkapazitäten in Stadien und Hallen wieder genutzt werden dürfen. Baden-Württemberg will so schnell wie möglich eine Rückkehr der Fans ermöglichen. Allerdings müssen davor die jeweiligen Hygienekonzepte der Vereine vorliegen und von den zuständigen Ordnungsämtern geprüft werden.

„Ich begrüße es sehr, dass wir uns jetzt auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen mit klaren und transparenten Regeln für alle Sportarten mit Publikum verständigt haben.", sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu der Einigung. Das Konzept stelle einen sehr guten Kompromiss zwischen einem bestmöglichem Infektionsschutz und den berechtigten Interessen der Vereine und sportbegeisterten Menschen in unserem Land dar. "Zentral für den Erfolg und die Akzeptanz der Regeln sind schlüssige Hygienekonzepte, die konsequent umgesetzt werden müssen. Da stehen die Vereine und Verbände jetzt in der Verantwortung", so Kretschmann. 

Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen wieder möglich
Ab dem Wintersemester sollen an den Hochschulen im Land wieder verstärkt Präsenzveranstaltungen möglich sein, teilen Bund und Länder mit. Insbesondere in Bereichen, in denen dies in besonderer Weise erforderlich ist, wie beispielsweise den naturwissenschaftlichen Fächern und in den Laboren. Ebenso sollen Erstsemester Präsenzveranstaltungen besuchen können, um den Hochschulbetrieb direkt kennenzulernen. Dabei sollen sich die Hochschulen an die Regeln der Schulen anlehnen. Die Präsenzformate müssen den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln unterliegen. Eine Vermischung von Gruppen gilt es möglichst zu vermieden.

Mehr Intensivkapazitäten für Corona-Patienten
Das Land regelt den Umgang der Krankenhäuser mit Intensiv- und Beatmungsplätzen für Corona-Patienten neu. Bislang mussten die Krankenhäuser 30 bis 35 Prozent der Intensiv- und Beatmungsplätze für Corona-Patienten freihalten. Diese Quote soll nach Willen der Lenkungsgruppe auf zehn Prozent reduziert werden. Dann könnten mehr Patienten mit anderen Erkrankungen, wie beispielsweise Krebs, operiert werden, die bisher länger auf eine Operation warten mussten. Die bislang geltende Quote führt zu Verschiebungen von Behandlungen und damit auch zu Einnahmeausfällen der Kliniken. Dennoch wäre auch mit der neuen Freihaltequote ausreichend Kapazität vorhanden, um einer Erkrankungswelle wie im Frühjahr gerecht zu werden. Eine kurzfristige Aufstockung der Kapazitäten wäre zudem weiterhin möglich.

© Schwäbische Post 16.09.2020 16:08
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