Die Suppe kommt in die Dose

SchwäPo-Hilfsaktion Eine corona-konforme Alternative für den Erbsensuppen-Sonntag ist gefunden. Am 19. Dezember kommt die Erbsensuppe auf den Markt.

Aalen

Was für ein Jahr! Die Corona-Krise hat vieles von den selbstverständlichen Alltäglichkeiten auf den Kopf gestellt. Und um ein Haar wäre auch das traditionelle und beliebte Erbsensuppenessen der SchwäPo-Aktion „Advent der guten Tat“ den coronabedingten Verordnungen zum Opfer gefallen.

„Was sehr, sehr schade gewesen wäre“, sagt SchwäPo-Chefredakteur Damian Imöhl, dessen Herz sehr an dieser Aktion für bedürftige Menschen in und um Aalen herum hängt. Dass womöglich gerade im Jahr der Pandemie, das vor allem sozial schwächere Menschen besonders hart trifft, daran gerüttelt werden muss, hat ihn ordentlich gefuchst. Und weil für die DRK-Feldköche klein beigeben keine Option ist, hat das bewährte Team in den vergangenen Tagen und Wochen nach einer alternativen Lösung gesucht – und sie auch gefunden!

Heißt: Alle Freunde des leckeren Erbseneintopfes der SchwäPo-Aktion Advent der guten Tat werden auch in diesem Jahr auf ihre Kosten kommen: Am 19. Dezember, dem Samstag vor dem vierten Advent, wird die Erbsensuppe auf dem Aalener Wochenmarkt verkauft. Wieder segensreich unterstützt vom Kreisverband des Roten Kreuzes. Also nicht – wie sonst – am 1. Adventssonntag, sondern corona-konform. Diesmal nicht offen aus der dampfenden DRK-Feldküche heraus, sondern sorgsam und fein abgefüllt in 400-Gramm-Konservendosen, das Stück für 5 Euro.

„Lecker hat seinen Preis! Wir bieten in einer ersten Charge 500 Dosen an“, verspricht Damian Imöhl. Er freut sich sehr, dass die Stadt dem Erbsensuppen-Team einen Verkaufsplatz am Aalener Rathaus, gegenüber Aposto, bewilligt hat. „Vielen Dank! Die Stadt hat uns bei der Suche nach einem Standplatz unbürokratisch und schnell geholfen.“

Wir bieten in einer ersten Charge 500 Dosen an.

Damian Imöhl
SchwäPo-Chefredakteur

Ein wichtiger Unterstützer dieser Aktion ist die Metzgerei Adolf Widmann in Lautern. „Bei und mit ihm füllen wir die Dosen ab“, sagt Lars Lächele vom Roten Kreuz Essingen. Der erste Probelauf am vergangenen Wochenende sei erfolgreich gewesen. Für den Verkauf am 19. Dezember werden alle 500 Dosen frisch befüllt. Am dritten Adventswochenende werden die DRK-Feldköche in der Küche stehen und die Zutaten für die leckere Suppe schnippeln und in einer deftigen Würze kochen. „In diesem Jahr sind zwei neue Gewürze dabei, die wir aber noch geheim halten wollen“, orakelt Feldkoch Florian Lächele. Das Gemüse kommt aus der Region vom Obst- und Gemüsehandel Pentz in Essingen, Würstchen und Speck von Metzger Widmann in Lautern.

„Wir basteln auch noch an einer Idee, damit wir alle am 19. Dezember nicht auf das Adventsliedersingen verzichten müssen ...“, hofft Damian Imöhl.

Glücklich über diese „Lösung aus der Dose“ ist auch Matthias Wagner, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Aalen: „Dem Roten Kreuz ist es ganz wichtig, gerade in diesen schwierigen Zeiten die SchwäPo-Hilfsaktion als treuer Partner begleiten zu dürfen.“

© Schwäbische Post 20.11.2020 18:57
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