Nachruf

Bruder Bruno Haspinger

  • Bruder Bruno Haspinger.Foto: privat

Ellwangen. Dienstag Abend verstarb in Brixen in Südtirol der Comboni-Missionar Bruder Bruno Haspinger im Alter von 81 Jahren an Covid-19. Dies teilte Pater Reinhold Baumann mit.

Haspinger war „ein unermüdlicher Impulsgeber, der in Ellwangen tiefe Spuren hinterließ“, so Baumann. In Ellwangen war Haspinger ab 1968 aktiv. Er setzte sich maßgeblich für den Erhalt des Missionshauses in Schleifhäusle ein und gründete unter anderem die KIM-Zentrale im Josefstal und den Vorläufer der „Werkstatt solidarische Welt“. Zudem prägte Haspinger durch sein Wirken die Friedensbewegung in Ellwangen stark mit.

13 Jahre setzte sich Haspinger in Brasilien als Missionar für die Rechte der armen Bevölkerung ein. Er gründete dort mit anderen Comboni-Missionaren, Rechtsanwälten, Richtern und Kleinbauern die Aktion „Gerechtigkeit auf den Schienen“, eine Protestbewegung gegen die Bergbau- und Eisenbahngesellschaften, die Land ausbeuten.

Nach einem Giftschlangenbiss, von dem er sich nie wieder ganz erholte, leitete er von 2000 bis 2015 die Missionsprokura in Ellwangen, bevor er in das Missionshaus Brixen in seiner Heimat Südtirol zurückkehrte. jku

© Schwäbische Post 07.04.2021 19:44
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