Ohne Ausbildung kein Erfolg

Eine gute Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft. Denn wer gut qualifiziert ist, mindert gravierend das Risiko, später in die Arbeitslosigkeit abzurutschen.
  • Wer ehrlich seine Stärken und Schwächen einschätzt, tut sich bei der Wahl des Ausbildungsplatzes leichter. Foto: Fotolia/Lukas Klauser

Nein, hier soll keine Panik verbreitet werden. Hier geht es um ganz eindeutige Zahlen. Wer glaubt, auf eine gute Ausbildung verzichten zu können, läuft Gefahr, dass er später ganz blöd dasteht. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, in der Ausbildung sind die Vergütungen oft nicht üppig, gerade im Vergleich mit vielen verlockenden Jobs, die man kurz nach dem Schulabschluss ergattern kann. Die Entscheidung gegen eine Ausbildung, so die Statistik, kann sich bitter rächen.

Persönlich beraten lassen

Klar, es ist für junge Menschen kurz vor Ende der Schulzeit nicht leicht, sich für den passenden Weg in die Arbeitswelt zu entscheiden. Viele Tipps gibt es im Internet, doch es geht nichts über eine persönliche Beratung. Dafür hat die Agentur für Arbeit ihre Spezialisten.

Aber man sollte auch keine Scheu haben, mit den Eltern zu sprechen, die einen doch am besten kennen. Mit das Wichtigste ist, sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein, um dann den passenden Beruf und – nicht minder entscheidend – den passenden Ausbildungsplatz zu finden. Deshalb ist es auch so wichtig, sich einen guten Überblick über das regionale Angebot an Ausbildungsplätzen zu verschaffen.

Es geht darum, welche Ausbildungsberufe es gibt, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, wie lange die Ausbildung dauert und welcher Abschluss erworben werden kann. Nicht zu vergessen: Zu welchem Termin man sich vor Schul– und/oder Ausbildungsbeginn beziehungsweise zu einem Praktikum anmelden muss.

Menschen ohne Berufsabschluss sind fünfmal häufiger arbeitslos.

Bundesagentur für Arbeit

Wertvolle Ausbildung

Eine gute Ausbildung, gerade in Industrie, Handwerk und Dienstleistung, ist etwas wert. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in der Bundesrepublik die duale Berufsausbildung. Über 60 Prozent aller Schulabgänger steigen über dieses Ausbildungsmodell in ihren Beruf ein.

In der neueste Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit den Zahlen von 2015 und 2016 ist festgehalten: „Menschen ohne Berufsabschluss sind fünfmal häufiger arbeitslos als ausgebildete Fachkräfte.“ Im Jahr 2016 war die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsabschluss in Deutschland mit 20,0 Prozent fast fünfmal so hoch wie für Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung, deren Quote bei 4,2 Prozent lag. Die geringste Arbeitslosenquote weisen Akademiker auf, von denen nur 2,6 Prozent arbeitslos waren.

Im Ostalbkreis lag die Arbeitslosenquote 2016 bei insgesamt 3,5 Prozent. Bei Menschen mit akademischer Ausbildung lag sie nur bei 1,3 Prozent, bei Arbeitnehmern ohne eine Berufsausbildung bei 11,7 Prozent. wom

© Schwäbische Post 02.11.2018 16:35
178 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.