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Für mehr Wärme und mehr Sicherheit

Immobilien Nostalgie am Hauseingang kann teuer werden. Alte Haustüren und Fenster schneiden sowohl bei Energieeffizienz als auch beim Einbruchschutz schwach ab.
  • Moderne Schlösser und Zargen schließen dicht. Das bringt nicht nur Vorteile beim Energieverbrauch, sondern auch beim Einbruchschutz. Foto: djd/Groke Türen und Tore

Für Nostalgiefans besitzen alte Holzhaustüren einen besonderen Charme. Bevor man sie aber zum wiederholten Male abschleift und mit einem neuen Anstrich versieht, lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen: Denn viele alte Haustüren schließen schlecht und sind nicht gedämmt. Oft zieht es im Flur, und auf jeden Fall sind unnötige Energiekosten vorprogrammiert.

Spürbar wärmer im Flur

Aus energetischer Sicht lohnt es sich daher auf jeden Fall, über eine moderne Haustür nachzudenken und die alte Holztür aufs Altenteil zu schicken. Dass alte Haustüren zudem kaum Einbruchschutz bieten, ist ein Grund mehr, über einen Tausch nachzudenken. Moderne Haustüren senken die Energieverluste deutlich. Das liegt an vielen Details, in denen sie sich von älteren Türmodellen unterscheiden. Durch fein justierbare Türbänder ist gewährleistet, dass das Türblatt immer perfekt im Rahmen sitzt und rundum dicht schließt. Dreifach umlaufende Gummidichtungen sind ein Garant dafür, dass es für Zugluft kein Durchkommen mehr gibt.

Zarge und Türblatt besitzen eine gute Dämmung, die Wärmeverluste weiter verringert. Aus diesem Grund sind gut dämmende Haustüren im Rahmen einer energetischen Sanierung auch förderfähig. Aluhaustüren gibt es von klassisch bis modern in vielen Gestaltungsvarianten, sodass man bei der Ästhetik keine Abstriche machen muss.

Massiver Widerstand

Langfinger mögen es, wenn die Dämmerung früh einsetzt und sie im Schutz der Dunkelheit aktiv werden können. Die meisten Einbrüche finden Polizeistudien zufolge deshalb zwischen November und März statt. In fast 80 Prozent der Fälle verschaffen sich Einbrecher durch das Aufhebeln von Fenstern und Türen Zutritt zum Gebäude. Oft reichen einfache Werkzeuge, um in wenigen Sekunden nach drinnen zu gelangen. Wer auf eine widerstandsfähige Sicherheitsausstattung achtet, ist jedoch vor ungebetenen Gästen geschützt und kann sich zu Hause geborgen fühlen. Dicht schließende Zargen bieten kaum Ansatzpunkte für Hebelwerkzeuge und machen es Langfingern schwer, ins Gebäude zu gelangen.

Gerade beim Fenster, in der Regel Schwachstelle Nummer eins, kommt es auf eine gute Schutzwirkung an. Besonders wichtig sind die Beschläge, also die Komponenten, mit deren Hilfe sich die Fenster öffnen und schließen lassen. Experten empfehlen eine Ausführung gemäß der Widerstandsklasse RC2: Bei einem Aufhebelversuch bietet das Element mindestens drei Minuten lang Schutz vor Schraubenziehern, Zangen und Keilen. Danach lassen die meisten Einbrecher von ihrem Vorhaben ab. Sind die Fenster noch zu neu für einen Kompletttausch, ist auch eine Nachrüstung möglich. Neben neuen Beschlägen leisten auch Rollläden einen wichtigen Beitrag zur Wärmedämmung und zum Einbruchschutz. djd

© Schwäbische Post 26.11.2018 20:26
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