Schweiß- und Deoflecken: So waschen Sie Ihre Wäsche im Sommer richtig

  • So waschen Sie Ihre Wäsche im Sommer richtig | Foto: Flickr, Red Clothing Out to Dry, DLG Images
Unter der Sommerhitze leiden nicht nur Mensch und Tier, auch die Kleidung wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Fasern sind täglich Schweiß und den Inhaltsstoffen von Deodorants ausgesetzt, im Strandurlaub kommen noch Salz- und Chlorwasser hinzu. Damit die Kleidung Form und Farbe behält, gilt es beim Waschen einiges zu beachten

Badehose und Bikini kommen an heißen Sommertagen häufig zum Einsatz - sei es im Freibad oder im Urlaub am Strand. Nach dem Sprung ins kühle Nasse sollte die Schwimmkleidung mit klarem Wasser ausgespült werden, um Chlor- oder Salzwasserrückstände sofort zu entfernen. Zuhause empfiehlt es sich, die Badesachen während des Duschens mit Shampoo auszuspülen, dann ist eine Maschinenwäsche erst etwa nach dem dritten Badetag in Folge notwendig. Dazu reicht ein gutes Waschmittel aus, das auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig säubert. Die Waschtemperatur sollte bei Schwimmsachen nicht mehr als 30 Grad betragen. Außerdem ist Weichspüler tabu, da dadurch die elastischen Fasern spröde werden und die Schwimmkleidung schneller ausleiert.

Schwitzen ist eine lebenswichtige Körperfunktion, die der Temperaturregulierung dient. Dabei kann es durchaus passieren, dass die Kleidung nach dem Waschen nicht frisch duftet, sondern noch immer nach Schweiß riecht. Für den unangenehmen Geruch sind im Schweiß vorhandene Bakterien verantwortlich, die durch eine Wäsche bei 30 oder 40 Grad manchmal nicht abgetötet werden. Mit einigen Hausmitteln kann der Geruch allerdings bekämpft werden. Dazu legt man die Kleidung etwa eine Stunde lang in eine Schüssel mit warmem Wasser, in die ein großes Glas Essig gegeben wird. Danach wird die Wäsche wie gewohnt in der Maschine gewaschen.

Um Schweißgeruch zu verhindern, kommen oft Deodorants zum Einsatz, von denen viele Aluminiumsalze enthalten. In Verbindung mit Schweiß kommt es zu einer chemischen Reaktion, die auf weißer Kleidung gelbe Flecken hinterlässt. Die in Waschmittel enthaltenen Tenside verstärken diese Reaktion noch, weshalb sich die Flecken mit gängigem Waschmittel nicht auswaschen lassen. Es gibt aber spezielle Reiniger, mit denen sie behandelt werden können. Alternativ kann man die betroffenen Kleidungsstücke mit Hausmitteln vorbehandeln, zum Beispiel mit Gebissreiniger. Hierfür löst man ein bis zwei Gebissreinigertabletten in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser auf und weicht das Kleidungsstück für 15 Minuten darin ein. Danach wäscht man es wie gewohnt.

Die warmen Sommermonate bieten sich hervorragend an, um die Wäsche umweltfreundlicher zu trocken und die Wäscheleine dem Wäschetrockner vorzuziehen. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, die Wäsche trocknet im Freien außerdem im Nu. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Kleidung nicht in der prallen Sonne hängt, ansonsten können leuchtende Farben rasch verblassen.

Bildrechte: Flickr, Red Clothing Out to DryDLG Images, CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Schwäbische Post 31.07.2019 09:17
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