Hausbau: Gute Planung macht Dachausbau und Wintergarten möglich

  • Foto: 123rf.com, Ian Allenden

Der Hausbau ist nicht nur ein echtes Abenteuer, er ist auch kostenintensiv. Um Geld zu sparen, entscheiden sich viele Familien dafür, das Eigenheim eher günstig zu planen. Doch Bauexperten sind sich sicher, dass sich gerade auf der Kostenseite eine gute und genaue Planung auszahlen, denn mit dieser sind zum Schluss beim Hausbau auch Dachausbau und Wintergarten in vielen Fällen noch möglich.

Da bei den meisten Bauherren das Budget für den Hausbau doch stark begrenzt ist, fragen sich viele bewusst, was sie sich beim Eigenheim tatsächlich leisten können. Dabei wird die Kostenkalkulation von vielen Fragen begleitet. Zu Beginn ist unklar, wie viel Dachausbau und Wintergarten kosten und ob das Budget vielleicht nur für das Nötigste reicht.

Gute Planung ist das A und O
Beim Hausbau ist eine gute Planung das Entscheidende, gibt Ida Becker von Werkzeugpilot zu bedenken: “Wenn ein Haus gut geplant wird, begleitet es den kompletten Lebenszyklus der Familie. Hier müssen allerdings schon bei der Planung wichtige Punkte berücksichtigt werden. So wissen nur die wenigsten Bauherren, dass die Anzahl der Räume keinen Einfluss auf die Kosten hat, sondern lediglich die rohe Gesamtfläche.” Die Kosten je gebauten Quadratmeter sind unterschiedlich. Meistens bewegen sie sich zwischen 2400 und 2800 Euro.

Natürlich können sich die Familienverhältnisse im Laufe der Jahre ändern, trotzdem sollten schon bei der Hausplanung die eventuellen Zimmer für den Nachwuchs berücksichtigt werden. So sollten im Grundriss die späteren Trennwände auch dann bedacht werden, wenn sie im eigentlichen Neubau noch nicht errichtet werden sollen. Langfristig lässt sich damit viel Geld sparen.

Sparpotenzial bei Keller und Bodenplatte
Weiterhin spielen Keller und Bodenplatte eine sehr wichtige Rolle. Viele Familien wünschen sich einen Keller, vor allem weil er natürlich viel Stauraum bietet. Ein Keller ist aber ungemein teuer. Die Kosten bewegen sich zwischen 60.000 und 90.000 Euro, je nach Größe und Grundstücksbeschaffenheit. Deutlich günstiger ist hier schon die Bodenplatte, die zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegt. Die sich daraus ergebende Differenz bewegt sich zwischen 50.000 und 75.000 Euro, die ungemein viel Spielraum für den weiteren Hausbau bereithält.

Auch beim Dachausbau müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Die meisten Bauherren bauen das Dach im Laufe der Jahre noch aus, sodass es zu Wohnzwecken verwendet werden kann. Die Kosten je Quadratmeter starten ab 1000 Euro. Wie hoch sie genau sind, hängt in erster Linie von der Neigung ab. Sicherlich ist ein Dachausbau schon ab einer Neigung von 20 Grad möglich, dann sollte aber auch genau nachgemessen werden, wie viel Fläche im Innenbereich ohne nennenswerte Dachschrägen bereitsteht.

So eignet sich der Raum bei einem Dach mit 20 oder 35 Grad Neigung sicherlich für die Einbindung eines Gästezimmers, er ist aber keineswegs für den ständigen Aufenthalt gedacht. Ab einer Neigung von 35 Grad kann in der Regel sichergestellt werden, dass ausreichend Wohnraum bereitsteht. Die durchschnittliche Höhe liegt dann bei 2,30 Meter. Schon ab 50 Grad Neigung ist der Einbau einer Galerie möglich.

Sommergarten ist tolle Alternative
Beim Hausbau träumen viele Bauherren von einem eigenen Wintergarten. Wegen Isolierglas und gedämmten Profilen sind die Kosten je Quadratmeter jedoch hoch und bewegen sich meist zwischen 700 und 800 Euro. Somit entstehen selbst bei einer kleinen Fläche Gesamtkosten von wenigstens 24.000 Euro.

Eine gute Alternative ist der Sommergarten. Diese umbaute Terrasse verlängert die Gartensaison bis in den Herbst hinein, kann im Winter allerdings nicht genutzt werden. Die Kosten für 12 Quadratmeter liegen hier in der Regel bei 15.000 Euro, weil sie mit deutlich weniger Aufwand einhergehen.

Bild: 123rf.com, Ian Allenden

 

© Schwäbische Post 31.07.2019 08:23
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