Laut aktueller Studie: Fernreisen werden immer beliebter

Auch wenn die Alpen quasi vor der Haustür liegen und das Meer nicht weit entfernt ist: Die Deutschen reisen immer häufiger in ferne Länder. Die USA sind Baden-Württembergs Nummer 1 unter den Fernreisezielen.

Der neuesten Tourismusanalyse zufolge ist der Fernreisemarkt im Jahr 2017 mit Rekordzahlen der Gewinner der Reisesaison. 13,1 Prozent der befragten Deutschen hatten ein außereuropäisches Urlaubsziel gewählt. Das ist ein Anstieg um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. 9 Prozent planten zum Zeitpunkt der Studie eine Fernreise für das Jahr 2018. Der ADAC-Reise-Monitor (auf dieser Seite zu finden) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Der Fernreisemarkt hat mit derzeit 18 Prozent einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Zu den beliebtesten Fernreisezielen der Deutschen zählen nach ADAC-Studie die USA mit 4,8 Prozent, der Ferne Osten (beispielsweise Thailand, China) mit 3,4 Prozent und die Karibik (zum Beispiel Kuba) mit 2,4 Prozent. Die Ergebnisse der Tourismusanalyse zeigen dieselben Destinationen, präsentieren aber auch Nordafrika mit fast 3 Prozent als attraktives Reiseziel.

Mit 7 Prozent sind die USA das beliebteste Fernreiseziel der Baden-Württemberger. Die Vereinigten Staaten sind seit vielen Jahren das beliebteste Fernreiseziel der Deutschen, denn das Land bietet vielseitige Möglichkeiten - vom Entspannungs- bis zum Abenteuerurlaub. Die USA fördern zudem den Individualtourismus, denn kaum anderswo kann man so flexibel durch das Land reisen. Entsprechend attraktiv sind viele Angebote rund um eine USA-Reise: ob günstige Mietwagenangebote, wie man sie hier findet, Billigflüge oder niedrige Preise für Unterkünfte über Reiseveranstalter. Hinzu kommt der meist vorteilhafte Wechselkurs, der das Reisen um ein Vielfaches günstiger macht. Allein im Jahr 2015 bereisten 2,7 Millionen Deutsche die USA.

Die Attraktivität von Fernreisen

Ein wichtiger Grund für die neue Attraktivität von Fernreisezielen ist das gestiegene Angebot an Flugverbindungen. Durch den harten Konkurrenzkampf am Markt und sogenannte Low-Cost-Carrier, also Billig-Fluglinien, sind auch die Preise für viele Fernziele gesunken. Zudem öffnen sich immer mehr Nationen für den Tourismus, indem sie in bessere Hotelanlagen, Resorts und Verkehrsanbindungen investieren. Laut DRV-Studie 2017 (hier zu finden) sorgt der deutsche Tourismus für 19 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt in Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Fremdenverkehr ist in vielen Ländern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden - in der Türkei beispielsweise macht der Tourismus 10 Prozent der türkischen Wirtschaftsleistung aus.

Auch das Internet hat Auswirkungen auf den Reisemarkt. Bereits 40 Prozent der Umsatzentwicklung kommt über das Internet. Durch bessere Vergleichsmöglichkeiten für Verbraucher und die bequeme Handhabe bei der Buchung setzt das Netz Anbieter zusätzlich unter Druck. Die meisten reagieren mit vergünstigten Angeboten - auch auf dem Fernreisemarkt.

 

Bildrechte: Flickr Flight - Blue Sky Shashank Bhat CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Schwäbische Post 06.07.2018 09:07
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