Informiert über die Einreise?

Visaregeln sind oft kompliziert, wichtige Vorgaben werden leicht übersehen.

Verweist die Reederei bei den Einreisebestimmungen nicht deutscher Urlauber auf das zuständige Konsulat, erfüllt sie ihre Informationspflicht. Ein Reisender anderer Nationalität kann dann nicht ohne Stornogebühren von der Reise zurücktreten, wenn ihm die Mitreise verweigert wird. Das hat das Amtsgericht Rostock entschieden (Az.: 47 C 168/17).

In dem verhandelten Fall hatte die Klägerin eine Kreuzfahrt von Hamburg aus für sich und einen Mitreisenden sowie einen Schüler serbischer Nationalität gebucht. Der Junge benötigte jedoch ein Visum für Großbritannien, weshalb die Reederei das Betreten des Schiffes untersagte. So sagte auch die Klägerin die Reise ab und forderte die Rückzahlung des Reisepreises. Vor Gericht hatte sie keinen Erfolg.

In den allgemeinen Reisebedingungen hatte die Reederei über die Visabestimmungen für deutsche und österreichische Staatsangehörige informiert. Zudem hieß es: „Angehörigen anderer Staaten gibt das jeweils zuständige Konsulat Auskunft.“ Einen solchen Vermerk gab es auch in der Reservierungsbestätigung. dpa

© Schwäbische Post 17.08.2018 16:09
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